Kurzbeschreibung
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Eines Tages begegnet ihm die junge Sterbliche Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Gemeinsam mit Grim beschließt sie, dem Geheimnis des Pergaments auf die Spur zu kommen. Da erreicht sie die Nachricht, dass der Gargoylekönig in Paris gestürzt wurde. Das Gleichgewicht der Mächte verschiebt sich auf gefährliche Weise. Um die Gargoyles vor einer Schreckensherrschaft zu bewahren, muss Mia ihre schlummernden Kräfte erwecken.
Fazit
Das Buch erzählt die Geschichte der Gargoyle Grim und des Mädchens Mia. Wundebar und nachvollziehbar werden die Unterschiede und die Zweifel von beiden Seiten dargestellt.
Grim fühlte sich immer anders als die anderen seiner Art, da er eine Schwäche für die Menschen hegt, wofür ihn andere belächeln. Mia hingegen wird einfach in diese, für sie völlig fremde Welt, hineingestoßen und muss sich erstmal selbst mit alles auseinander setzen, da ihr Bruder kurz nach der Enthüllung stirbt. Als sie und Grim zusammentreffen, können beide nichts Gutes darin sehen, doch nach und nach finden sie Gefühle in einander, von denen sie nie etwas geahnt hätten. Gemeinsam müssen sie Ghrogonia retten und damit auch alle und jeden auf der Welt, denn der Hybrid Seraphin will die Welt unterwerfen und durch die Magie alles seinen Vorstellungen entsprechend gestalten. Es wird ein langer und harter Kampf. Mia muss ihre wahre Macht finden und auch endlich die Entscheidung treffen, was sie wirklich will. Grim hingegen muss einiges über seine wahre Herkunft erfahren und endlich verstehen, warum er immer anders war.
Gesa Schwartz hat mit diesem Buch eine wunderbare Geschichte geschaffen. Ihre Ausdruckweise ist für mich faszinierend, genauso wie die Erzählweise. Die Sicht aus den Perspektiven von Grim und Mia lässt den Leser die Geschichte eher begreifen. Der innere Konflikt, der in den unterschiedlichen Charakteren wütet, lässt sie lebendiger werden. Es ist nicht alle düster gestaltet, wie man vermuten könnte. Für den Witz sorgen so einige Charaktere. Zu einem wäre da der Kobold Remus, der ein guter Freund von Grim ist. Er liebt die Sprichwörter der Menschen und versucht zu jeder Gelegenheit das richtige zu finden. Dann ist da noch der Drache Karphyr, der gerne Kürbisse züchtet und Schätze hortet, aber in schwierigen Situationen seinen Freunden zur Seite steht. Natürlich darf dabei auch der Löwen Mourier nicht vergessen werden. Es hat eine Schwäche für Stoffe jeglicher Art und liebt es sich zu verkleiden, wie Grim es nennt. Gegen ein Tässchen Tee hat er auch nichts einzuwenden, doch obwohl er so merkwürdig und verweichlicht scheint, ist er ein starker und gefährlicher Kämpfer.
Dazu kann man ja schön sagen, dass man nicht nach dem äußeren gehen soll. Für mich scheint es beinahe so, als ob uns die Autorin sagen wollte, dass wir nie die Hoffnung aufgeben sollen. Wenn wir unser bestes geben, können wir alles schaffen. Es ist unwichtig, wie jemand nach außen scheint, denn daran kann man die Person nicht erkennen, also sollte man hinter diese Äußerlichkeiten blicken und nach dem Verborgenen suchen.

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