Von wegen Asbest von Claudia Rapp



  • Verlag:  Amazon Media EU S.à r.l.
  • Kindle Edition: 471 Seiten
  • eBook: EUR 2,99
  • Amazon
  • Taschenbuch: 194 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN:  9781469978291
  • Buch: ca. EUR 6,00


  • Klappentext
    Stell Dir vor, die Universitätsbibliothek muss auf unbestimmte Zeit schließen, weil eine hohe Schadstoffbelastung festgestellt wurde... etwa eine hohe Asbestkonzentration in der Luft. Das kommt Dir bekannt vor?

    Inspiriert von den realen Geschehnissen an der Universität Konstanz wird hier die Frage gestellt: Was wäre wenn? Was wäre wenn hinter der Schadstoffmessung und der daraufhin angeordneten Schließung, hinter der langwierigen Reinigung durch eine Spezialfirma etwas ganz anderes stecken würde? Ein Komplott, ein Anschlag, eine Geiselnahme?

    Es ist kurz vor Weihnachten. Freitag. An der Uni halten sich nur wenige Menschen auf, als plötzlich das Licht ausgeht. Von einem Moment zum anderen sind Strom und Heizung abgeschaltet, weder Handynetze noch das Internet sind verfügbar. Die Ausgänge sind mit Sprengladungen gesichert. Was geschieht, wenn eine Gruppe Menschen, eingesperrt und komplett von der Außenwelt abgeschnitten, versucht, einen Ausweg zu finden? Und wer ist für diesen perfiden Plan verantwortlich?

    Inhalt
    Nachdem die Universitätsbibliothek wegen Verdacht auf Asbest geschlossen werden musste, finden sich an einem Freitag einige Studenten nur gezwungenermaßen auf dem Universitätgelände wieder. Der Tag beginnt wie jeder andere auch, doch dann geht das Licht aus. Die Studenten sind verwirrt, bis eine Stimme sie darüber informiert, dass sie in Gebäude gefangen sind. Jeder Fluchtversuch würde zum Tod führen, denn alle möglichen Ausgänge sind mit Sprengsätzen verbunden. Der kampferfahrene Hausmeister Ingo weiß, dass eine Panik all zu schnell ausbrechen kann, weshalb er die versammelten Studenten zu beruhigen versucht. Eine Explosion führt den Hausmeister und seine Gruppe zu einem Übergang zum anderen Gebäudeteil, wo sie eine zweite Gruppe vorfinden. Ohne eine Möglichkeit den Anderen zu helfen, versucht Ingo einen Ausweg zu suchen. Er ahnt nicht, dass die andere Gruppe vollkommen in Panik verfallen ist, während er seine organisiert hält. Doch gibt es überhaupt einen Ausweg? Könnten die Drahtzieher etwas übersehen haben? Als dann ein Professor auftaucht, der eindeutig von draußen kam, ist die Hoffnung bei allen groß, doch der Mann hatte einen Schlaganfall und ist nicht in der Lage überhaupt etwas zu sagen. Ist nun alles verloren? Was wollen die Drahtzieher? Warum kommt die Polizei nicht?

    Meine Meinung
    Spannend, aber realistische erzählt Claudia Rapp über das Leben an der Universität. Tausende und abertausende von Studenten laufen Tag für Tag über den Campus, doch für einander sind sie Fremde. Niemand achtet auf den Anderen, schließlich muss jeder mit eigenen Problemen fertig werden. Außerdem geschieht zu viel, als dass alles bemerkt werden könnte.
    Doch was geschieht, wenn diese Fremden gemeinsam in Lebensgefahr geraten?
    Können sie sich näher kommen?
    Entdecken sie Seiten an einander, die vorher nicht bemerkt wurden?
    Wer von uns kann diese Frage schon beantworten? Wahrscheinlich niemand.

    Die Autorin hat gleich zwei Lösungen im Buch aufgezeigt. Ein möglicher Weg wäre wohl der von Ingos Gruppe. Man versucht sich gegenseitig zu helfen und lernt den Anderen besser kennen. Es hilft einen kühlen Kopf zu bewahren, damit Gedanken entstehen können. Die verborgenen Eigenschaften, die die Studenten in sich tragen, helfen ihnen mit der Situation fertig zu werden.

    Der zweite Weg, lässt sich an der anderen Gruppe vorzeigen. Sie haben niemanden, der sie zur Ruhe bringt oder organisiert. Ohne den Halt einer solchen Person, wird jeder zum Einzelkämpfer. Gegenseitiges Vertrauen kann sich nicht aufbauen, da jeder nur an sein eigenes Leben denkt. Keiner ist bereit die Last der Verantwortung zu tragen.

    Dieses Buch erlaubt dem Leser einen Blick in die eigene Seele zu werfen. Der Mensch ist schwach, er braucht etwas, woran er sich klammern kann. Geraten wir in Lebensgefahr, setzt unser Überlebensinstinkt ein, der uns selbst in den Mittelpunkt stellt, alles andere rückt in den Hintergrund. Menschen, die in solchen Situationen den Überblick behalten und anderen helfen können, sind wohl diejenigen, die wir als Helden bezeichnen können.

    Claudia Rapp führt uns erstmal in das Leben eines Studenten ein. Sie zeigt die verschiedenen Persönlichkeiten, deren Geschichten und deren Leben, eher sie sie zum Showdown führt. Diese Einleitung weckt das Interesse mehr über die einzelnen Charaktere zu erfahren. Langsam bringt sie die Figuren zusammen, eher die große Bombe platzt und das Geschehen seinen Lauf nimmt.

    Die wunderbare Anspannung, die nach der Verkündigung des Bombenlegeres vorherrscht, zieht an den Nerven des Lesers. Nägel kauend arbeitet man sich von Seite zur Seite, darauf bedacht auch auf das kleinste Wörtchen zu achten, es könnte schließlich wichtig sein.

    Fazit
    Hinter dem schlichten und nichts sagendem Cover verbirgt sich eine starke, aber vor allen Dingen, lesenswerte Geschichte. Mit Hilfe der Charaktere kann sich der Leser durch die detailreiche Handlung führen lassen, deren Spannung ihn ganz und gar in seine Gewalt nehmen wird.
    Das Cover mag zwar schlicht sein, doch das Abenteuer dahinter, ist voller Gefahr und Heldentum.




    Ich bedanke mich bei der Autorin für das Angebot dieses Buch lesen zu dürfen. Es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich wünsche dir, liebe Claudia, weiterhin viel Erfolg und weiterhin viel Spaß beim schreiben.

    Keine Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen

    Ich freuen mich immer über Anregungen und Kommis. Helft mir den Blog noch besser zu machen. Ich bitte aber darum höflich zu bleiben. Danke!