Die Abtei von Wyldcliffe von Gillian Shields



Reihe: Die Schwestern der Dunkelheit 1
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442473243
Preis: EUR 8,99
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Klappentext
Als Evie Johnson Sebastian im nebelverhangenen Moor begegnet, ahnt sie nicht, dass ihr Schicksal damit besiegelt ist. Von Anfang an fühlt sie sich an der unwirtlichen Wyldcliffe Abbey School einsam und allein. Nur die heimlichen Treffen mit Sebastian muntern sie auf. Und aus ihrer Freundschaft wird bald mehr. Doch als sie dann auf einen Geist aus der Vergangenheit trifft, kommen ihr Zweifel an Sebastians Absichten. Wer ist er, und was will er von ihr?
Inhalt
Evie Johnson ist nicht gerade glücklich das sie nach Wyldcliff muss, doch eine andere Wahl gibt es für sie nicht. Angekommen in der trostlosen Moorlandschaft, muss sie sich damit abfinden eine Außenseiterin zu sein. Der Alltag ist besonders hart, vor allem weil Evie auf sich alleine gestellt ist. Tag für Tag muss sie die Einsamkeit und die Hänseleien von Celeste ertragen, doch dann lernt sie eines Nachts den geheimnisvollen Sebastian kennen. Er befreit sie von der Einsamkeit und in ihr Gefühle, die sie bisher nicht gekannt hatte. Doch nicht nur Sebastian tritt mit Wyldcliffe in Evies Leben, da ist auch noch dieses mysteriöse Mädchen. Immer wieder taucht sie wie aus dem Nichts auf und versucht Evie zu warnen.
Doch was ist es, vor dem sie gewarnt werden soll?
Hat es etwas mit Sebastian zu tun?

Meine Meinung
"Die Abtei von Wyldcliffe" hat sich für mich als ein wunderbarer Start in die Reihe der Schwestern der Dunkelheit herausgestellt. Geheimnisvoll und düster wie die Moorlandschaft um die Abteischule, scheint der dichte Nebel um diese Geschichte. Jedes gelöste Geheimnis öffnet eine Tür, die zu vielen weiteren führt, doch genau diese Tatsache macht das Ganze so interessant.

In Evie Johnson trifft der Leser erstmal auf ein ganz normales Mädchen. Sie ist voller Selbstzweifel, als sie an der neuen Schule ankommt, versucht aber auch Stärke zu zeigen. Oft kommt es zu Situationen, bei denen sie am Liebsten explodieren würde und einfach nur schreien, doch ihre Selbstbeherrschung ist groß genug. Auch wenn Evie leidet, lässt sie nicht zu, dass irgendjemand es sieht. In Sebastian findet sie jemanden, dem sie sich anvertrauen kann. Er scheint sie zu verstehen. Doch es ist nicht nur die Tatsache, dass sie mit ihm reden kann, die Evie so fasziniert. In seiner Nähe erwachen in ihr Gefühle, die sie vorher nicht kannte. Neben der Einsamkeit am Tage und den wenigen Stunden mir Sebastian in der Nacht, wird Evie auch noch mit Visionen und seltsamen Träumen geplagt. Immer wieder erscheint da dieses Mädchen, das ihr so ähnlich sieht. Sie scheint Evie vor etwas warnen zu wollen. Mit Sarahs Hilfe macht Evie sich auf das Geheimnis hinter der Erscheinung zu lüften. Doch als sie die Wahrheit erfährt, kann sie nicht glauben, denn die Wahrheit scheint unglaublich.

Sebastian, der Junge, in den sich Evie verliebt, ist voller Geheimnisse. Er scheint nur Nachts aufzutauchen und spricht so gut wie nie von sich selbst. jedes Mal, wenn er auf seine Vergangenheit angesprochen wird, versucht er auszuweichen und das Thema zu wechseln. Er hat in seinem Leben viel Schuld auf sich genommen, doch irgendwann verstanden, dass sein Weg der falsche war. Als er Evie von sich erzählt, fürchtet er die Konsequenzen. Er fürchtet sich davor sie, sein Licht, zu verlieren. Ihm ist klar geworden, dass er  bereit ist für Evie zu sterben.

Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Evie erzählt, doch einzelne Kapitel stammen aus der Feder von Lady Agnes. Diese werden als Tagebucheinträge zwischen geschoben und bilden den zweiten Strang der Geschichte. Als Leser erhält man den Eindruck, dass  es erstmal zwei neben einander verlaufende Stränge sind, die sich jedoch immer näher kommen, eher eine Berührung entsteht.
Der erste Band dieser Reihe führt den Leser in ein Labyrinth aus Geheimnissen. Es scheint, als hätte jeder etwas zu verbergen. So will man die Hintergründe von Celestes Wut erfahren, oder die von Helens Verhalten. Einerseits wirkt Helen nämlich richtig nett und freundlich, andererseits wird sie wieder schnell kalt und abweisend.
Da ist noch so vieles, was die Autorin ihren Lesern vorenthält.

Fazit
Unheimlich, düster, romantisch und bezaubernd währen wohl die richtigen Worte um dieses Buch zu beschreiben. Der Einblick in Evies neues Leben und die damit verbundene Herausforderung in der Magie, schafft ein Konstrukt dem ein Leser kaum entkommen kann.
Ein Buch, das sicherlich auf die weiteren Bände neugierig macht.


1 Kommentar:

  1. hey,
    hört sich doch interessant an!
    Dein Blog ist echt schön, bin gleich mal Leser geworden ;)
    LG

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