Full Moon wo sagashite 1 von Arina Tanemura


Band 1 von 7
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Egmont Manga & Anime; (8. Dezember 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3898858779
Preis: EUR 5,00
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Klappentext
Mitsuki Koyama ist 12 Jahre alt und will Sängerin werden. Aber sie leidet an einer sehr schlimmen Halserkrankung, durch die sie ihr Leben verlieren könnte. Eine Operation wird Mitsuki empfohlen, die sie aberablehnt, da sie danach nie mehr singen könnte. Und eines Tages tauchen dann auch noch Takuto und Meroko, das Todesgötter-Paar bei ihr auf ...

Inhalt
Mitsuki ist gerade erst zwölf Jahre alt. Ihr größter Traum ist es Sängerin zu werden, damit sie mit ihrer Stimme ihre große Liebe, Eichi-Kun, erreichen kann, der jetzt in Amerika lebt. Ihrem großen Traum stehen aber zwei große Dinge im Weg. Einerseits ihre Großmutter, die Musik hasst, andererseits der Tumor in ihrem Hals, der sie langsam tötet. Eines Tages tauchen bei ihr zwei Todesengel auf, die sie eigentlich nicht sehen sollte, und verkünden ihr, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat.  An diesem Tag fasst sie den Entschluss ihren Traum endlich zu verwirklichen. Takuto, einer der Todesengel, entschließt sich dazu sie zu unterstützen. Er verwandelt sie in ein sechzehn jähriges Mädchen und macht sie gesund, damit sie eine Chance beim Vorsingen hat. Und es klappt tatsächlich, aus Mitsuki wird die Sängerin Fullmoon. Ihre Debütsingel begeistert die Menschen und sie scheint der Erfüllung ihres Wunschen endlich näher gekommen zu sein. Ihre Großmutter, die nichts von all dem weiß, will nicht, dass Mitsuki sich so lange draußen rum treibt  und sperrt sie kurzerhand ein. Mitsuki beschließt ihren Traum weiter zu leben und läuft deshalb von zu Hause weg. Bei ihrer Flucht trifft sie auf Madoka, eine Konkurrentin von Fullmoon.
Ist dieses Mädchen tatsächlich so nett, oder tut sie nur so?

Meine Meinung
Wieder einmal erschafft Arina Tanemura eine herzergreifende und traurige Liebesgeschichte. Ihr Zeichenstil, der in diesem Manga noch stärker und deutlicher ist, als noch in den Kamikaze Bänden, verleiht den Charakteren große Ausdrucksstärke, aber auch eine gewisse Zartheit und Zerbrechlichkeit. Full Moon wo sagashite ist ein Beweis für Arina Tanemuras Fähigkeit ihre Leserinnen tief im Inneren zu berühren.

Mitsuki ist zwar noch ziemlich jung, hat aber den Tod schon vor Augen. Ihr ist klar, dass eine Operation sie retten würde, doch dann wäre sie für immer stumm. Ohne ihre Stimme könnte sie nicht für Eichi-Kun singen, für den Jungen, den sie vom ganzen Herzen liebt. Sie hat einen starken Willen, auch wenn man es ihr kaum ansieht. Auch wenn sie nicht den Mut hat ihrer Großmutter die Stirn zu bieten, ist ihre Stärke unglaublich.
Als Fullmoon zeigt sie da etwas schwächere Seiten. Auf Grund ihrer Krankheit war sie bisher nicht in der viele Kontakte zu knüpfen, weshalb sie nicht immer weiß, wie sie sich anderen gegenüber verhalten soll. Sie erscheint naiv, doch ihr Ziel lässt sie nie aus den Augen.

Takuto ist einer der Todesengel, der bei Mitsuki auftaucht. Er ist nett und will dem Mädchen helfen. Eigentlich wollte er dafür sorgen, dass Mitsuki ihren Traum vom Singen aufgibt, doch als er sie zum ersten Mal hört, berührt es sein Herz. Da Todesengel einst auch Menschen waren, fühlt er sich in ihrer Nähe wohl. Zwar hat er nach seinem Tod alles vergessen, doch die Tatsache, dass er Sänger war und die Musik genauso liebt wie Mitsuki, ist bei ihm hängen geblieben. Zu seiner Partnerin, Meroko, verbindet ihn eine gute Freundschaft, auch wenn sie ihm immer wieder ihre Liebe gesteht.

Meroko ist Takutos Partnerin als Todesengel. Sie ist äußerst aufbrausend und damit ein komplettes Gegenteil von Takuto. Für ihren Partner scheint sie Gefühle romantischer Art zu hegen, die er aber nicht erwidert. Als sie merkt, dass Takuto Interesse an Mitsuki zeigt, wird sie eifersüchtig, doch als sie Mitsukis Einsatz für Eichi-Kun sieht, wird sie ihr sympathischer. Auch wenn sie es nur wiederwillig macht, hilft sie Mitsuki, wenn diese Termine hat. Auch wenn Meroko sich immer stark gibt, hat sie doch ihre verletzlichen Seiten, die sie jedoch gut zu verbergen weiß.

Band 1 der Full Moon Reihe führt ein in das traurige Schicksal der kleinen Mitsuki. Obwohl sie noch relativ jung ist, hat das Schicksal ihr eine schwere Bürde in den Weg gestellt. Mitsuki beweist große Stärke, sie will sich nicht geschlagen geben. Viele von uns hätten sicherlich Angst, wenn wir erfahren würden, dass uns nur noch wenig Zeit bleibt, doch sie nicht. Anstatt mit Angst und Panik zu reagieren, sieht sie darin ihre Chance. Wenn ihr schon nur noch ein Jahr bleibt, dann will diese Zeit auch nutzen. Jetzt mehr denn je, will sie für die Erfüllung ihres Wunsches kämpfen.
Bewundernswert erscheint für mich auch Takuto. Er hat seine Erinnerungen vollkommen verloren. Da er noch kein ganzer Todesengel ist, aber auch kein Mensch mehr, steht er zwischen den Stühlen. Er möchte sich wieder erinnern, vor allem an die Musik, an das Singen, doch wenn er es schafft, wird er vollkommen vergehen. Es muss hart sein, zu wissen, dass da etwas ist, was im eigenen Kopf verborgen ist, es jedoch gleichzeitig unendlich weit weg ist.
Fazit
Dieser Band stellt eine wunderschöne Einführung in die Geschichte dar. Unsagbar traurig aber gleichzeitig fantastisch. Vorbildhaft wird durch Mitsuki präsentiert, dass die Widrigkeiten des Leben, einen nicht davon abhalten sollten seine Träume zu leben. So lange es etwas gibt, wofür er sich zu kämpfen lohnt, sollte man nicht aufgeben.


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