Masken - Unter magischer Herrschaft von Mara Lang



Broschiert: 608 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651009X
ISBN-13: 978-3426510094
Preis: EUR 14,99
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Klappentext
Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.

Meine Meinung
Ein magischer Roman über die Selbstfindung eines jungen Mädchens, über die erste große Liebe und schließlich über die Befreiung eines ganzen Volkes.

Alles beginnt und endet mit dem Mädchen Ferin. Sie sehnt sich nach Freiheit, endlich frei denken und handeln zu dürfen. Doch Freiheit gibt es nur durch die Maske. Doch was, wenn die Maske zerfällt? Ferin weiß es, denn genau dies geschah bei ihr. Die Freiheit der Maske durfte sie nur eine kurze Zeit genießen, musste jedoch feststellen, dass es ganz anders war als in ihrer Vorstellung. Erst als sie von den Rebellen befreit wurde, lernt sie wahre Freiheit kennen. Ferin muss erkennen, dass ihr bisheriges Leben bloß aus Lügen bestand. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrem wahren Ich und entdeckt dabei Kräfte, von denen sie nie etwas geahnt hatte. Ferin muss aber auch lernen ihrem Herzen zu folgen, besonders weil jemand auftaucht, der einen Platz darin beansprucht.
Ihre Entwicklung ist interessant zu beobachten. Ferin beginnt als unsicheres Mädchen, das mit der Hilfe ihrer neuen Familie über sich hinaus wächst und zu einer mutigen und selbstbewussten Frau wird.

Ferin zur Seite werden gleich zwei faszinierende Männer gestellt. Da ist der Rebell Rhys, der Ferin befreite und mit sich nahm. Er gab ihr das Gefühl Teil der Gemeinschaft zu werden. Er scheint immer da zu sein wenn sie ihn braucht. Es ist irgendwie schrecklich mit ansehen zu müssen wie er sich mit seinen Gefühlen quält. Manchmal bekommt man einfach das Bedürfnis ihn anzuschreien, damit er endlich alles sagt und dann will man ihn einfach in die Arme schließen und trösten. Bei seinen Schicksal konnte ich irgendwann die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Der andere Mann ist Martu. Er ist einer der letzten Überlebenden seines Volkes und gerät mehr oder weniger durch einen Zufall in Ferins Nähe. Sie müssen feststellen, dass sie sich bereits kennen. Martu versucht erstmal seine Gefühle zu ignorieren und seine Pflicht über alles zu stellen, doch er muss einsehen, dass die Liebe stärker ist. Tja, bei Martu kamen so einige Gedanken zusammen. Am stärksten setzte sich jedoch einer durch: Idiot! Du hast dein Glück gefunden und willst es einfach wegwerfen.

Das Buch zeigt ein schreckliches Bild der Gesellschaft. Die Menschen wollen nur noch das perfekte und vor alles schöne Äußere. Sie versprechen sich durch Schönheit auch Erfolg zu erhalten. Schönheit soll sie befreien und zu ganz neuen Menschen machen. Die Maske bringt das gewünschte Aussehen, übernimmt aber auch die Kontrolle. Die Maskierten vergessen ihre bisherigen Ziele, sie hinterfragen nichts, da es für sie als unwichtig erscheint.
Es sind die Rebellen, die hier klar sehen. Sie haben sich gewehrt und wurde deshalb für nicht gesellschaftsfähig eingestuft. In ihnen werden nur Sklaven gesehen, doch auch Sklaven können sich erheben. Niemand verdient so ein Leben.

Es ist wie ein Lernprozess, der hier aufgearbeitet wird. Alles scheint erstmal perfekt, doch dann zerfällt die Perfektion und man ist gezwungen sich aus den Trümmern etwas ganz neues zu erschaffen.
Mara Lang vermittelt ihren Lesern, dass es in Ordnung ist Zweifel zu haben. Man muss an sich arbeiten, denn so etwas wie Perfektion gibt es einfach nicht. Natürlich ist es einfacher den leichten Weg zu wählen, doch dieser führt nicht immer zum Ziel.

Fazit
Eine lehrreiche Geschichte, die sich hinter einem gefühlvollen und actionreichem Abenteuer verbirgt. Ein Mädchen, das uns daran erinnert, dass Aussehen allein uns nicht zu guten Menschen macht. Und natürlich die Frage, die sich jeder selbst stellen muss: Würdest du dich für die Maske entscheiden?
Sicherlich ein Buch, dass nicht so schnell vergessen werden kann!




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