Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden von Myra McEntire




Reihe: Hourglass 1
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442475636
Preis: EUR 12,99
Klappentext
Sie kann in die Vergangenheit sehen, er in die Zukunft

Die 17-jährige Emerson Cole sieht Dinge, die niemand sonst sehen kann: Es sind Geister, Menschen aus einer anderen Zeit. Keiner konnte ihr bisher erklären warum. Erst als sie Michael Weaver kennenlernt, den attraktiven Experten einer mysteriösen Organisation namens „Hourglass“, scheint ihre Welt wieder Sinn zu ergeben. Nicht nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, sondern er eröffnet ihr, dass sie eine besondere Gabe besitzt – sie kann durch die Zeit reisen. Nur deshalb hat Michael sie aufgesucht, und nur deshalb schwebt sie bereits in größter Gefahr.
(Quelle: Goldmann Verlag)
Meine Meinung
Was würdest du tun, wenn du sehen könntest, was sonst niemand sieht?
Was, wenn du nicht unterscheiden könntest, ob die Personen um dich herum real sind oder nicht?

In einem solchen Dilemma findet sich nun Emerson wieder. Ständig trifft sie auf Personen, die lange vor ihrer Zeit lebten. Immer schwieriger wird es für sie, den Unterschied zwischen ihnen und den lebenden Menschen zu sehen. Ihr Bruder, Thomas, versucht für sie einen Ausweg zu finden. Immer wieder sucht er nach Ärzten und Spezialisten, doch nichts scheint zu helfen. Doch dann findet er die Organisation "Hourglass", welche sich auf ungewöhnliche Fähigkeiten verstehen soll. So begegnet Emerson Michael, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er führt sie in eine Welt ein, von der sie nicht zu ahnen wagte und die ihr alles nehmen könnte.
Emerson ist sicherlich kein normaler Mensch, sie hat Dinge gesehen, von denen niemand auch nur etwas ahnen würde. Ihrem Bruder zu liebe, versucht sie sich so normal wie möglich zu geben, auch wenn es immer schwieriger wird. Als Michael auftaucht, fühlt sie sich augenblicklich zu ihm hingezogen. Auch wenn er sie immer wieder von sich stößt, kann sie nicht von ihm weg.

Michael ist der große und gut aussehende Unbekannte, der in Emersons Leben auftaucht. Er scheint so viel über ihre Kräfte zu wissen, denn auch er hat welche. Langsam versucht er sie in die neue Welt einzuführen, doch dabei scheint er so einiges zu verheimlichen. Einerseits wird er von Emerson angezogen, es fällt ihm nicht leicht seine Finger von ihr zu lassen, doch dann stößt er sie immer wieder von sich.
Warum bloß?
Liegt es tatsächlich nur an dem Vertrag mit Thomas, oder steckt doch mehr dahinter?

Myra McEntire versucht hier Charaktere mit einer gewissen Tiefe zu erschaffen, doch mir scheint es nicht ganz gelungen. Klar, Emerson hat eine schlimme Vergangenheit gehabt und muss sich mit den Dingen rumschlagen, die sie sieht, aber irgendwann verliert sie für mich dieses kämpferische. Nachdem sie Michael kennen lernt, scheint sie sich zu wandeln. Immer mehr wird sie zu einem Mädchen, das nur diesem einen Kerl hinterher rennt. Sie lässt sich von ihm herumscheuchen und verletzen, trotzdem will sie nicht von ihm lassen.
Michael hingegen schien mir immer etwas unentschlossen wenn es um Emerson ging. Erst flirtet er wie wild mit ihr in der Gegend rum und dann soll sie sich von ihm fernhalten, schließlich dürfte er ihr, wegen seiner Arbeit, nicht zu nahe kommen. Wenn sie dann aber mit Kaleb flirtet, ist er erfüllt von Eifersucht. Verstehe einer die Männer, kann ich dazu nur noch sagen.
Selbst Thomas, Emersons Bruder, kommt mir falsch vor. Während des Lesens erscheint er mir als eine Art Kontrollfreak. Er will immer wissen was Emerson treibt, besonders wenn es mit Michael zusammenhängt.
Er hat doch Michael eingestellt, warum beschwert er sich dann?
Emersons Gabe scheint ihn total zu verunsichern und fast schon zu ängstigen. Es heißt immer, dass er ihr helfen will, doch dann hilft er dabei sie mit Medis vollzupumpen und zu einer leeren Hülle zu machen. Als Hilfe würde ich das nicht gerade bezeichnen.

Von allen Charakteren des Buches, war mir Kaleb am sympathischsten. Er scheint ehrlich zu sein und sagt frei heraus was ihn beschäftigt. Er hat Emerson nicht belogen, ihr nichts vorgespielt. Natürlich will er sich hart stellen, doch ihr gegenüber offenbart er, was er wirklich fühlt. Es ist eigentlich schade, dass er mehr eine Nebenfigur ist.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, weshalb das Lesen an sich leicht fällt. Das einzig störende an dem Gebilde ist das Ende. Es wurde so verworren, dass ich die Stelle mehrmals lesen musste um die Einzelheiten zu verstehen. Na ja, so ganz hab ich es doch nicht verstanden, weshalb ich die Hoffnung habe, dass mir im zweiten Teil der Reihe die Erleuchtung kommt.

Fazit
Interessante Idee mit einer hapernden Umsetzung. Die Charaktere könnten mehr Tiefe vertragen, was sie attraktiver machen würde.
Trotz dieser kleinen Mängel, ein durchaus lesenswertes Buch.

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezi :) obwohl ich sagen muss, dass mir dieses Buch unglaublich gut gefallen hat. Hab es die Woche gelesen und es liest sich so angenehm..über die Charaktere hab ich dabei noch gar nicht so viel nachgedacht :D
    Ich bin mal gespannt, welche Rolle Lily noch spielen wird..

    LG

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