Ein Vampir ist nicht genug von Jennifer Rardin




Reihe: Jaz Parks 1
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (6. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453533110
Preis: EUR ?
eBook: EUR 6,99
Klappentext
»Hi, ich bin Jaz Parks. Mein Boss ist Vayl. Er wurde 1744 in Rumänien geboren. Dort ist er auch gestorben – umgebracht von seiner Vampirbraut Liliana. Doch das alles ist finstere Vergangenheit. Jetzt arbeitet Vayl für die CIA und macht das, was er am besten kann: Er legt Vampire um. Und ich helfe ihm dabei. Man könnte sagen, ich bin ein Hilfskiller. Aber sagen Sie das ja nicht zu laut …«
(Quelle: Heyne Verlag)
Meine Meinung
Es ist irgendwie schwierig eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Einerseits war es spannend und auf eine gewisse Weise fesselnd, andererseits musste ich mich des Öfteren fragen was der ganze Quatsch soll.

Jaz arbeitet seit einiger Zeit mit dem Vampir Vayl zusammen. Als Team übernehmen sie schwierige Fälle, bei denen meistens ein Vampir die Hauptrolle spielt. Jaz ist ein Mensch und Vayl ein Vampir, doch nicht er beschützt sie, sondern sie beschützt ihn. Ihre neue Zielperson ist der super reiche Assan, doch sie haben nicht damit gerechnet, dass dieser mit dem Vampir Aidyn zusammenarbeitet. Assan plant die Weltherrschaft an sich zu reißen, weshalb er eine Kraft aus der Finsternis beschwören will. Jaz ahnt noch nicht, dass sie in seinem Plan eine wichtige Rolle spielen soll.

Zu Beginn des Buches bin ich davon ausgegangen, dass die Geschichte sich mehr auf den Auftrag rund um Assan konzentrieren wird, doch diese rückte irgendwie in den Hintergrund. Denn plötzlich taucht Vayls Exfrau, Liliana, auf und mischt mit. Liliana ist eifersüchtig, denn sie wollte Vayls Seelenring haben, doch nun trägt ausgerechnet Jaz diesen. Dieser Zickenkrieg zwischen Liliana und Jaz überlagert den ganzen Rest.
Neben der Sache mit Liliana, muss es natürlich noch eine Liebesgeschichte geben. Diese ist mehr eine Dreiecksgeschichte. Einerseits ist da Cole, der Detektiv, der sich in Jaz verliebt hat und ihr auch mehrmals nahe kommt, andererseits ist da auch Vayl. Er scheint unnahbar und kalt, doch auch er liebt Jaz auf seine Weise, sonst hätte er ihr sicherlich seinen Seelenring nicht gegeben. Sie selbst fühlt sich von Anfang an zu Vayl hingezogen, doch mit Cole wäre eine Beziehung möglicher.
Doch neben den verwirrenden Gefühlen zu den Männern, muss sich Jaz auch ihrer Vergangenheit stellen. Es gibt Dinge, die ihr nicht klar waren, die aus ihrem Gedächtnis gelöscht wurden. Erst durch das Medium Cassandra erfährt sie die Wahrheit.

Die Geschichte an sich ist ganz gut geschrieben. Es erinnert an einen Agententhriller mit Verfolgungsjagden, Schießereien und Verkleidungen, hat aber auch einen gefühlvollen Anteil.
Für mich erscheint Jaz teilweise sehr übertrieben. Einerseits wirkt sie ja ganz nett und normal. Sie hat Stress in der Familie, kann sie zwischen zwei Männern nicht entscheiden und muss sich einer eifersüchtigen Tussi entgegenstellen. Doch dann ist da auch die Jaz, die verprügelt wird und gegen Wände geschleudert wird. Sie kann mit geprellten Rippen durch die Gegend laufen als wäre es nichts. Sie läuft mit nackten Füßen über Glas, schafft es aber dann noch über Dächer zu flüchten bei einer Verfolgungsjagd.
Jaz soll ein Mensch sein, doch wenn sie so dargestellt wird, ist dies nur schwer zu glauben. Bei einem Vampir wäre dies ja noch verständlich, mit seinen Heilkräften ginge es ja, aber bei einem Menschen?
Des Weiteren verstehe ich nicht, weshalb Jaz eigentlich Vayl beschützen soll. Warum muss er überhaupt beschützt werden? Vor wem muss er beschützt werden?
Dann ist da noch die Tatsache, dass Assan irgendein Mittel entwickelt hatte, welches Vampiren schaden soll. Was ist eigentlich daraus geworden?

Die Idee an sich ist ganz brauchbar, doch in Großen und Ganzen noch nicht ausgereift. Es sind zu viele Unklarheiten vorhanden. Beinahe erscheint es, als hätte die Autorin hier vieles vereinen wollen, es aber nicht geschafft. Immer wieder springt sie Geschichte hin und her, so dass ein roter Faden sich nicht entwickelt. Viel mehr sind es irgendwann Verknotungen aus vielen roten Fäden, die zu einem Knäuel gewickelt sind.

Fazit
"Ein Vampir ist nicht genug" an sich ein interessantes und spannendes Buch. Leider bringt die Unausgereiftheit des Ganzen das Gebilde ins Wanken. Es sind einfach zu viele Unklarheiten vorhanden, die in diesem Band das Geschehen in gewisser Weise zum Stocken bringen. Vielleicht wird es in den nächsten Bänden besser, dies bleibt jedenfalls zu hoffen.


1 Kommentar:

  1. Hi :)
    Also ich wollte mir das Buch auch einmal zulegen aber da es eine Reihe ist und ich schon viele habe an denen ich dran bin, dachte ich lieber nicht...
    Deine Rezi ist echt super, es hört sich schon interessant an aber ich vermute das sich das ziemlich in den Bücher zieht, vielleicht werde ich mich irgendwann dran wagen aber dann kauf ich mir sie glaube ich lieber gebraucht... Falls es dann kein Buch für mich ist, ist es nicht so schlimm... xD

    Lg+ wünsch ein scönes Wochenende
    Lina ;)

    AntwortenLöschen

Ich freuen mich immer über Anregungen und Kommis. Helft mir den Blog noch besser zu machen. Ich bitte aber darum höflich zu bleiben. Danke!