Peter Nimble und seine magischen Augen von Jonathan Auxier




Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (20. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3351041618
Preis: EUR 16,99
eBook: EUR 12,99
Inhalt
Peter Nimble mag gerade mal zehn Jahre alt sein und dazu auch noch blind, doch er wird bereits als der größte Dieb aller Zeiten angesehen. Nacht für Nacht schickt Mr Seamus ihn los um die Schätze anderer zu stehlen. Eines Nachts stiehlt Peter eine geheimnisvolle kleine Truhe, in der sich drei Paare verschiedener Augen finden. Aus Neugier setzt sich Peter ein Paar davon ein und findet sich plötzlich auf einer unbekannten Insel wieder. Von dort aus schickt Professor Cake ihn und den Ritter Sir Tode auf eine wichtige Suche. Irgendjemand aus dem "Verschwundenen Königreich" hat einen Hilferuf gesandt und sie sollen die Retter sein. Noch ahnt Peter nicht, dass dieses Abenteuer sein ganzes Leben verändern wird.

Meine Meinung
Peter Nimble hatte in seinem Leben bisher nicht sonderlich viel Glück. Als Baby verlor er seine Augen und wuchs ohne die Liebe von Eltern auf. Die einzige Möglichkeit am Leben zu bleiben, was das Stehlen. Irgendwann entdeckte Mr Seamus sein Talent und nahm ihn unter seine Fittiche. Erst als Peter die Kiste mit den magischen Augen stiehlt, wendet sich alles. Zum ersten Mal in seinem Leben erfährt er wie es sich anfühlt umsorgt zu werden, doch seine Reise muss weiter gehen, denn das Schicksal hat etwas ganz besonderes mit ihm vor. Auf seinem Weg trifft er auf Freunde, die ihm helfen und unterstützen, aber auch auf Feinde, die ihn jagen und tot sehen wollen. Nicht immer kann er zwischen ihnen unterscheiden, doch mit jedem Fehler lernt er dazu.

Peter mag zwar blind sein, doch seine anderen Sinne sind umso besser. Er hat gelernt mit den verbliebenen Sinnen mehr wahrzunehmen, als eine Sehender es ja könnte. Doch trotz seiner Fähigkeiten ist er nur ein kleiner Junger. Er hat nicht die Kraft sich gegen Mr Seamus zu wehren, so schlecht dieser ihn auch behandelt. Sein Leben lang hat er sich nicht anderes gewünscht, als einen Ort zu haben, wo er willkommen ist. Sein Abenteuer mit Sir Tode führt ihm vor Augen wozu er fähig ist. Peter lernt so vieles über sich selbst und seine Fähigkeiten. Er lernt über sich selbst zu bestimmen.

Sir Tode ist wohl der verrückteste und merkwürdigste Begleiter aller Zeiten. Von einer Hexe verflucht, ist er nun ein Mischwesen aus Mensch, Pferd und Katze. Auf der Suche nach einer Hexe, die den Fluch umkehren könnte, reist er nun umher und landet, wie Peter, auf Professor Cakes Insel. Es ist ihm suspekt, dass er mit einem kleinen und blinden Jungen umher reisen soll, doch so kann ihm wenigstens jemand helfen. Mit der Zeit lernt er Peter immer besser kennen und findet in ihm einen guten Freund. Er mag den Jungen, weshalb er auch versucht ihn zu beschützen als es notwendig ist. Mögen er und Peter noch so unterschiedlich sein, im Herzen suchen sie beide nach Abenteuern.

Die Geschichte von Peter Nimble stellt die Kombination von Abenteuern und Fantasy dar. Es ist ein Buch, welches von der Stärke der Kinder berichtet. Während die Erwachsenen sich beeinflussen lassen, bleibt das Denken der Kinder frei. Sie lassen sich nicht gerne was sagen, weshalb sie als Gefahr angesehen werden.

Geschickt setzt Jonathan Auxier hier den Erzähler ein. Während des Lesens fühlt man sich selbst ein wenig in die Kindheit versetzt. Es ist ein Gefühl, als ob jemand dir die Geschichte vorliest und dabei einige seiner Kommentare einwirft. Ich empfand es als angenehm die Geschichte auf diese Weise vermittelt zu bekommen. Die gewählte Erzählperspektive bringt den Ernst der Situation  ausgezeichnet rüber. Der Einwurf der einzelnen Kommentare entschärft alles ein wenig, so da auch mal herzlich gelacht werden darf. 
Alles in Allem würde ich sagen, dass sie Altersempfehlung nicht unbedingt beachtet werden sollte. Dieses Buch ist für alle geeignet, denn der Inhalt bringt zum Nachdenken. Jeder der gewillt ist, kann aus Peter Nimbels Schicksal auch etwas für sich herausnehmen, denn etwas Magie im Leben, kann eigentlich nie schaden.

Fazit
Peter Nimble nimmt die Leser mit sich auf eine fantastische Reise an Orte, die bisher niemand gesehen hat. Eindrucksvoll und spannend wird seine Geschichte den Lesern vermittelt. Ein Abenteuer von der ersten bis zur letzten Seite.





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