Der Rabenritter von Wolfgang Hohlbein



Reihe: Wolfsnebel 1
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. September 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426633816
Preis: EUR ?
Inhalt
Tibor führt ein einfaches Leben unter Gauklern, bis eine schicksalhafte Begegnung alles verändert. An dem Abend, als er dem Ritter Wolff von Rabenfels das Leben rettet, ändert sich sein ganzes Leben. Gejagt von dem bösen Magier Resnec, muss er zusammen mit Wolff einen Ausweg finden. Noch ahnt er nicht, dass nicht nur das Schicksal einer Welt auf seinen Schultern lastet.

Meine Meinung
"Der Rabenritter" von Wolfgang Hohlbein ist eine Kombination aus einem historischem Setting und einem Hauch von Fantasy.

Tibor ist ein unerfahrener Junge, der zwar harte Arbeit leistet, aber von einem Ritterdasein nur träumt. Als er Wolff trifft, ist er voller Bewunderung für ihn. Nachdem er Wolff das Leben rettet, gerät er ins Visier des Magiers Resnec. Um Tibor zu schaden, nimmt er ihm die einzige Familie, die Tibor jemals hatte; die Gauklertruppe. Um sie zu retten, nimmt Tibor einen harten Kampf auf sich.

An sich ist dies die Geschichte des Tellerwäschers zum Millionär oder die des Gauklers zum Prinzen. Allerdings ist sie vorhersehbar. Ein Junge ohne Familie wird in ein Abenteuer hinein gerissen und muss schließlich feststellen, dass hinter seiner Herkunft mehr steckt als gedacht. Nach und nach muss er erfahren wo er tatsächlich herkommt.

Resnec, Tibors Widersacher, soll ja ein ach so böser Magier sein, allerdings erschien er mehr als ein machthungriger Tyrann, der die Menschen unterdrückt. Durch Angst macht er sie zu seinen Dienern. Doch auch Resnec muss erkennen, dass die Hoffnung der Menschen die Angst besiegt. Die Finsternis der Unterdrückung kann die Hoffnung des Lichts nicht verschlingen.

Während des Lesens kam bei mir des öfteren das Gefühl aus, dass mit der Geschichte etwas nicht stimmt. Meiner Ansicht an, ist "Der Rabenritter" vorerst als eine Kurzgeschichte angelegt worden, dann aber doch in die Länge gezogen worden. Es erscheint mir als hätte man sich gedacht: Hey, die Geschichte wird zu kurz, also machen wir die Schrift größer, die Zeilenabstände länger und bauen noch einige Reitszenen zwischendurch ein.
Eigentlich enthält dieses Buch kaum Handlung, zu dem wurde diese auch noch unnötig in die Länge gezogen. Leider entzieht die Verlängerung dem Buch jegliche Spannung. Alles scheint nur irgendwie vor sich hin zu plätschern ohne dabei etwas tatsächlich zu erzählen.

Tja, das Buch hat mich enttäuscht und zwar gründlich.

Fazit
"Der Rabenritter" könnte ein tolles und äußerst spannendes Buch sein, ist es aber leider nicht. Die Geschichte ist vorhanden, die Ausarbeitung allerdings hat gewaltige Schwächen.


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