Pretty Dark Nothing von Heather L. Reid





Taschenbuch: 321 Seiten
Verlag: Month9books (23. April 2013)
Sprache: Englisch
ISBN-13: 978-0985327811
Preis: EUR 8,99

Inhalt
Nach für Nacht wird Quinn von schrecklichen Alpträumen gequält. Es geht so weit, dass sie alles versucht um möglichst wach zu bleiben. Doch die Schatten ihrer Alpträume werden gieriger und verfolgen sie nun auch am Tag. Immer wieder flüstern sie ihr schreckliche Dinge zu und sondern sie dadurch immer mehr von ihren Freunden an. Doch dann taucht Aaron in ihrem Leben auf. Irgendwie schafft er es die Schatten zu vertreiben, was deren Wut nur noch mehr schürt. Ihr Einfluss auf Quinn wächst, weshalb sie alles tun um die zurück in Jeffs Arme zu stoßen. Verängstigt und verwirrt von ihren Gefühlen, weiß Quinn nicht mehr was sie tun soll. Kann sie diesem Alptraum jemals entkommen?
 Meine Meinung
Mit "Pretty Dark Nothing" taucht der Leser in eine Welt voller Dunkelheit und Alpträume ein. Doch diese Schrecken sind nicht nur ein Teil der Nacht, sie wollen mehr. Mit jedem Moment der Angst, strecken sie ihre Fühler in die Realität. Die Dunkelheit ist nicht mehr genug.

Quinn ist diejenige, die unter dieser Finsternis leiden muss. Nacht für Nacht greifen die dunklen Hände nach ihr, suchen einen Weg durch sie. Verängstigt und müde kämpft sie gegen den Schlaf, doch ihr Körper kann irgendwann nicht mehr. Doch Quinn leidet nicht nur wegen der Schlaflosigkeit, auch die Liebe bereitet ihr Kummer. Tag für Tag muss sie ihren Exfreund, Jeff, mit einer anderen sehen. Dieser Schmerz wäre sicherlich nicht halb so schlimm, wäre es nicht so überraschend gekommen. Quinn kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig, dabei hat sie kaum Kraft auch nur einen Sieg erlangen zu können.

Aaron ist ein Mitschüler von Quinn und eigentlich schon länger in sie verliebt. Auch wenn viele Mädchen ihm zu Füßen liegen, will er nur sie. Er versucht ihr näher zu kommen, auch wenn sich dies als schwierig gestaltet. Mit jedem Herantasten an sie, wird er zurück geworfen, denn Jeff stört immer wieder. Was niemand in der Schule ahnt ist die Tatsache, dass auch Aaron ein schwieriges Leben hat. Einst erwachte er ein einer fremden Welt, die ihn nach wie vor umgibt. Eine seltsame Gabe, die ihm zeigt wie alles was, ist sowohl sein Segen als auch sein Fluch. Seltsamer Weise verbindet diesen Gabe ihn auch mit Quinn. Kann er sie nutzen um das Mädchen seiner Träume zu retten?

Heather L. Reids Buch mag auf den ersten Blick eine simple Geschichte erhalten; Ein Junge verliebt sich in ein Mädchen, die nach wie vor ihren Exfreund liebt. Doch liest man sich ein, wird einem klar, dass Quinn kein einfaches unglückliches Mädchen ist. Ihre Psyche ist ausgereizt bis zum Letzten. Von allen Seiten wird sie unter Druck gesetzt, der ständig zuzunehmen scheint. Niemand ist da, der ihr helfen könnte, denn niemand würde ihre Situation verstehen. Ihre Angst vor den Schatten beraubt sie auch ihres freien Willen, denn wenn ihnen etwas nicht passt, lassen sie es sie auch nur all zu deutlich spüren. Aus irgendwelchen Gründen scheinen sie ganz besonders Aaron zu hassen. 
Auch Aaron leidet, besonders unter dem Verhältnis zu seiner Familie. Ein Vorfall hat alles verändert. Tag um Tag wird er davon konfrontiert und möchte genauso wie Quinn einfach nur fliehen. Seinen Schmerz hält er gefangen, denn nur so kann er für andere da sein.

Die Autorin hat ihre Hauptcharaktere ziemlich leiden lassen. Doch auch wenn sie leiden, ans Aufgeben denken und verzweifeln, wollen sie doch nichts lieber als eine warme Zärtlichkeit und Verständnis. Sie wollen beschützt werden. Leider müssen sie den Weg allen gehen, so steinig er auch ist.

Der Leser darf das Geschehen voller Spannung verfolgen. Zu Beginn ist noch vieles unklar und verschwommen, doch mit jeder gelesenen Seite lichtet sich der Vorhang und gibt das Verborgene preis. Das Ende bietet eine wahre Überraschung, denn erst hier erfährt man die ganze Wahrheit über die Vorgänge. Mit einem Mal wird klar, weshalb alles so geschah. Es wird offenbart, dass das Schicksal von Quinn und Aaron so viel mehr für sie vorgesehen hat, als sie es je hätten ahnen können.

Neben den düsteren Hauptcharakteren, hat der Leser die Möglichkeit auch viele interessante und beeindruckende Nebencharaktere kennen zu lernen. Liebevoll herausgearbeitet, haben auch sie ihre Rollen und ihre Geschichten.

Ein wenig frustrierend stellte sich der gewaltige Cliffhanger heraus. Gerade, als vieles klarer wurde und ein Teil der Wahrheit sich zeigte, überstürzen sich die Geschehnisse und erneut steht man vor einer Treppe aus unbeantworteten Fragen.

Fazit
"Pretty Dark Nothing" überzeugt durch eine gut durchdachte und interessant ausgeführte Idee. Die liebevoll ausgearbeiteten aber denn noch unvollkommenen Charaktere, lassen durch ihr emotionales Ungleichgewicht den Leser näher an sich heran. Da das Geschehen aus zwei Perspektiven wiedergegeben wird, kann eine enge Verbindung zu den Protagonisten entstehen und die Spannung anwachsen lassen. Die dunkle Stimmung und das offene Ende lassen die Hoffnung aufkommen, dass es möglicherweise eine Fortsetzung geben wird.


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