Schloss der Engel von Jessica & Diana Itterheim



Reihe: Engel Bücherserie 1
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (23. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746628554
Preis: EUR 12,99
eBook: EUR 9,99

Inhalt
Linde, genannt Lynn, wird von ihren Eltern auf das Torgolow Internat nach Deutschland gesandt. Natürlich ist sie alles andere als glücklich ihre Freunde zu verlassen, vor allem da ihre neuen Mitschüler sie mit gemeinen Streichen begrüßen. Durch einen Zufall gelangt sie unbewusst in das Schloss der Engel und verliebt sich über beide Ohren in den gut aussehenden Christopher. Zuerst reagiert er abweisend und ausweichend, doch nach und nach kommen sie sich näher. Eine Begegnung mit der Totenwächterin verändert allerdings alles. Lynn ist kein Engel wie Christopher, weshalb sie seine Welt verlassen muss. Noch ahnt sie nicht, dass es um viel mehr geht, als nur ihre Beziehung mit Christopher. Längst hat ein Kampf begonnen, bei dem nichts Geringeres als ihre Seele dem Gewinner zusteht. Kann sie sich selbst retten und die Liebe zu  Christopher aufrecht erhalten? Wird Lynn in der Lage sein ihr Leben selbst zu bestimmen?
Meine Meinung
"Schloss der Engel" ist der erste Band der Engel-Saga aus der Feder des Mutter Tochter Gespanns von Jessica und Diana Itterheim. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte des Menschen Mädchen Lynn und des Erzengels Christopher, die sich gegen alle Regeln in einander verliebt haben.

Als Hauptprotagonistin steht Lynn bei der Betrachtung im Mittelpunkt. Charakterlich gesehen ist sie nicht leicht einzuordnen. Einerseits ist sie eine starke Persönlichkeit, die ganz genau weiß was sie will, andererseits ist sie auch schwach und verträumt. Ihre Stärke zeigt sich besonders darin, dass sie um jeden Preis dafür kämpft mit Christopher zusammen sein zu können. Selbst als es ihr immer schlechter geht, will sie ihn nicht aufgeben. Sie weiß, dass sie als Mensch nicht mit ihm als Engel in seiner Welt leben kann, doch aus Sturheit will sie es trotzdem versuchen. Sein Versuch sie vergessen zu lassen, schlägt ebenfalls fehl. Es wird klar herausgearbeitet, dass Lynns Liebe zu Christopher sehr stark. Allerdings hat sie ihre Zweifel an ihrer Beziehung. Lynn ist erfüllt von der Angst sie könnte genug sein für ihn. Er ist ein wunderschöner und starker Engel, während sie ein einfacher und dazu schwacher und ungeschickter Mensch ist. Auch andere zweifeln an der Aufrichtigkeit ihrer Gefühle, was sie immer wieder verletzt.

Christopher selbst, ist ebenfalls ein komplizierter Charakter. Zu Beginn schwingt er in seinen Gefühlen mehr hin und her. Er will Lynn nahe sein und sie in seinen Armen halten, doch er hat auch Angst davor. In der Vergangenheit hat er viele Personen verloren, die ihm am Herzen lagen. Diesen Schmerz aus der Vergangenheit eröffnet er nur nach und nach, weshalb seine Handlungen verständlicher erscheinen. Doch nach wie vor gibt es viel Finsteres an ihm. Weshalb ist Sanctifer eigentlich so sehr an ihm interessiert? In diesem Band konnte ich darauf keine Antwort finden.

Neben Lynn und Christopher, stechen nur noch wenige Charaktere heraus, viele andere werden nur am Rande erwähnt und danach kaum noch aufgegriffen.
Die besagten herausragenden Charaktere haben bei mir allerdings mehr Fragen hinterlassen, als dass sie zur Klärung des Geschehens beigetragen hätten. Von allen bleib mir sicherlich Aron das größte Rätsel. Bis zum Ende wurde mir nicht klar, auf welcher Seite er stand. Klar, er ist Christophers Freund und will ihn beschützen, doch wie weit ist er bereit dafür zu gehen?

"Schloss der Engel" ist ein Buch, welches mich vom Cover und Klappentext her angezogen hat. Nach dem lesen, fühlte ich mich allerdings betrogen. 
Die Hauptprotagonistin Lynn ist einfach nur nervig. Ständig ist sie mit ihren Gedanken wo anders, sie hat ja nicht einmal gemerkt, dass sie ins Schloss der Engel hinüber gewechselt hat. Wie kann man nicht merken, dass die Mitschüler, die sie vorher getroffen hat, nicht mehr da sind? Hätte sie auch nur ein einziges Mal den Unterricht verfolgt, hätte sie es auch eher mitbekommen. Nein, Lynn kann nur an Christopher denken und wie toll er duftet. Anscheinend kann sie die Personen den Gefühlen nach auseinander halten, allerdings soll Aron nach Salz riechen. Wie zum Geier riecht denn Salz?
Interessant ist aber auch, dass vor ihrem Zusammentreffen mit der Totenwächterin, es Lynn wunderbar ging und erst danach, als sie erfährt, dass sie nicht in die Welt der Engel gehört, sie krank wird. Warum denn erst nach diesem Treffen?
Dann wäre da die Sache mir ihrer Seele. Wie kann diese eigentlich hin und her versprochen werden, wenn Lynn sie ja nach wie vor besitzt? Wieso sind überhaupt so viele Interessenten an ihr vorhanden? Mal ehrlich, was ist schon so besonders an Lynn?
Während des Lesens habe ich mich einfach zu oft über Lynn geärgert. Sie benimmt sich oft zu kindisch, was sie in Gefahr bringt. Christopher kommt gar nicht mit dem Retten hinterher, so oft wie es passiert.
Spannung kann auch nicht wirklich aufkommen, auch von Romantik kann nicht gesprochen werden. Jap, die Gefühle sind da, aber nichts ist daran romantisch.

Fazit
"Schloss der Engel" basiert auf einer wundervollen und sehr interessanten Idee, die Ausarbeitung lässt allerdings zu wünschen übrig. Das Autorenduo hätte so viel aus der Geschichte machen können, stattdessen wird den Lesern eine nervige Hauptprotagonistin geboten und eine Liebe, die eher an Besitztum erinnert als an Romantik. Die Liebe zwischen einem Menschen und einem Engel könnte fantastisch und überirdisch sein, stattdessen ist sie stumpf und farblos. 
Als Leser kann ich nur hoffen, dass der zweite Band mehr zu bieten hat.


Website der Autorinnen: Jessica & Diana Itterheim


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