Ella Vampirella von Marliese Arold



Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Fischer Schatzinsel; Auflage: 1 (5. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596854370
Preis: EUR 10,95
eBook: EUR 9,49

Inhalt
Ella Vampirella ist ein junger Vampir und darf nun zum ersten Mal in ihrem Leben allein eine Reise machen. Doch leider verläuft die Reise nicht ganz so wie geplant, denn der Lieferant verwechselt die Adresse und Ellas Kiste landet auf einer Burgruine. Als die Nacht kommt, erwacht Ella aus ihrem Schlaf und muss die Verwechslung feststellen. Zusammen mit ihrem Werwolf, Wolfi, macht sie sich auf die Suche nach einem Ausweg, denn um keinen Preis will sie die Geburtstagsparty ihrer Tante Esmeralda verpassen. Sie ahnt nicht, dass Wolfi unbewusst die Aufmerksamkeit von Menschen auf sich gezogen hat. Werden sie es noch zur Party schaffen? Werden sie unbemerkt bleiben können?

Meine Meinung
"Ella Vampirella" ist ein süßes kleines Kinderbuch, doch leider hat es auch seine Schwächen.

Ella wird als kleines Mädchen beschrieben, die gerade mal dreiundachtzig Jahre alt ist. Mit ihrem kleinen Werwolf macht sie zum ersten Mal eine Reise, denn ihre Tante feiert Geburtstag. Doch leider kommt es zu einer Verwechslung und ihre Kisten landen auf der falschen Burg. Nun muss ein Ausweg gefunden werden, schließlich wollen sie und Wolfi die Geburtstagsparty nicht verpassen.

Ella Vampirella ist ein relativ junger Vampir und froh endlich mal eigenständig handeln zu können. Sie ist glücklich mal ohne ihre Eltern handeln zu können. Selbst als sie und Wolfi in Schwierigkeiten geraten, versucht sie die Situation zu klären.

Wolfi ist Ellas Haustier. Doch anders als wir es kennen, ist er die ganze Zeit über ein Werwolf und verwandelt sich bei Vollmond in einen Menschenjungen. Anders als Ella ist er eher schwächlich und ängstlich. Er ist die Nähe von Vampire gewohnt, Menschen hingegen machen ihm Angst.

Marliese Arold erzählt hier eine niedliche Geschichte, schafft aber auch Verwirrungen. Denn erst wird davon gesprochen, dass niemand erfahren soll, dass Ella ein Vampir ist, sie dann aber offen mit Menschen über ihr Alter spricht. Mit den Jungs aus dem Camp spricht sie über ihren Blutersatz und Ähnlichem.
Jetzt Mal ehrlich, wozu zu beginn vom Verbergen reden, wenn nachher doch fast alles offen gelegt wird? Natürlich könnte man es auf kindliche Naivität zurückführen, aber sie lebt doch schon seit dreiundachtzig Jahren. In dieser Zeit dürfte sie doch einiges gelernt haben.

Der Schreibstil ist perfekt an jüngere Leser angepasst, es gibt keine fremden Wörter oder schwierige Formulierungen. Die Autorin hat diese kleine Fantasy Geschichte so gut angepasst, dass sie älteren Lesern kaum großes Lesevergnügen bereiten würde.

Fazit
Ella Vampirellas kleines Abenteuer dürfte jüngere Leser begeistern. Mit etwas Witz und einer heimlichen Jagd nach dem Übernatürlichen, regt es die Fantasie an und bietet Möglichkeiten das Geschehen später nachzuspielen.
Dies ist sicherlich ein Buch, das speziell für ein abgestimmtes Publikum geschaffen wurde und deshalb nicht für alle Leser geeignet ist.


Kommentare:

  1. Hm, ich habe schon mehrfach überlegt, dieses Buch für unsere Schulbibliothek zu kaufen ... muss ich mir wohl nochmals genau anschauen ...

    Den Satz "Die Autorin hat diese kleine Fantasy Geschichte so gut angepasst, dass sie älteren Lesern kaum großes Lesevergnügen bereiten würde." verstehe ich nicht ganz ... meinst du, sie hat sie so vereinfacht, dass sie für uns Erwachsene nicht spannend sind?

    lg Favola

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    1. Hallo Favola,
      ja, das Buch dürfte für Erwachsene nicht spannend sein. Es ist wirklich "kindisch" geschrieben. Junge Leser können sich in Ellas Situation versetzen und ihre Handlungen verstehen, für ältere Leser erscheinen diese oft unverständlich und nicht ganz nachvollziehbar.
      So habe ich es jedenfalls empfunden.

      Darf ich fragen, für welche Klassen die Bibliothek ist? Ist es eine in einer Grundschule, da wäre das Buch geeignet. Auf einer höheren Schule vielleicht weniger.

      LG

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