Blackbirds von Chuck Wendig


Reihe: Miriam Black 1
Originaltitel: Blackbirds
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe;  Aufl. 2013 (19. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3404207107
Preis: EUR 12,00
eBook: EUR 9,49
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Inhalt
Miriam Black hat sicherlich kein gewöhnliches Leben. Sie zieht von Autobahnraststätte zu Autobahnraststätte, heimatlos und ohne Ziel. Sie folgt ihren Visionen vom Tod, die eine einzige Berührung auslöst. Eines Tages begegnet sie dem Trucker Louis. Sie sieht seinen Tod und auch sich selbst in der Vision. Obwohl sie mit seinem Tod nichts zu tun haben will, verfolgt er sie in ihren Träumen. Als Miriam dann auch noch den Trickbetrüger Ashley kennen lernt, beginnen die Zahnräder des Schicksals in einander zu greifen. Miriam weiß, so kann es nicht weiter gehen, doch ist es denn möglich die Dinge noch zu ändern?
Meine Meinung
Jeder Mensch muss sterben, so ist es nun mal vorbestimmt. Doch niemand kann vorhersagen, ob der Tod einen jung holt oder erst im hohen Alter. Ebenso ist unklar, ob der Tod natürlich kommt oder durch etwas herbei geführt wird. Niemand weiß es, niemand außer Miriam Black.

Miriam ist gerade mal zweiundzwanzig Jahre alt und hat schon so einiges erlebt. Nicht immer lief alles so, wie es hätte laufen können, doch sie nimmt es hin. Ihre Gabe lässt sie einfach nicht zur Ruhe kommen. Eine Berührung und sie sieht den Tod des Menschen. Sie sieht wann es geschieht und auch in allen Einzelheiten wie es geschieht. Doch das Wissen ist nicht gerade etwas, was ihr hilft. Oft gerät sie deshalb auch in Schwierigkeiten. Miriam hat jedoch gelernt, wie sie sich durchs Leben kämpfen muss. Sie versucht niemanden zu nahe zu kommen, denn sonst lässt das Gewissen sie leiden.

Louis ist ein einfacher Trucker. Das Leben hat ihm übel mitgespielt, doch er versucht sich davon nicht unter kriegen zu lassen. Er weiß nichts von Miriams Gabe, viel mehr sieht er in ihr eine junge Frau, der er helfen möchte. Er sieht in ihr eine Frau, die er attraktiv findet und näher kennen lernen will.

Der Dritte im Bunde ist Ashley Gaines. Er kennt Miriams Gabe und will diese ausnutzen. Auch sein Leben ist nicht gerade rosig. Durch eine unüberlegte Tat hat er sich in gewaltige Schwierigkeiten gebracht und zieht auch die anderen da mit rein. Er scheint jemand zu sein, dem es egal ist, was mit den Menschen um ihr herum passiert, Hauptsache er kommt davon.

Wenn man sich mit diesem Buch beschäftigt, fällt aus, dass alle Charaktere auf gewisse Weise schlechte Erfahrungen gemacht haben. Sie wirken vom Leben enttäuscht, im Inneren zerbrochen. Tag für Tag kämpfen sie sich durch, ohne wirklich Glück zu empfinden.
 Durch diese negative Einstellung der Charaktere, wird die ganze Stimmung des Buches gedrückt. Es nimmt dem Ganzen die Farbigkeit und lässt alles schwarzweiß wirken. Passend zu der drückenden Stimmung, werden auch Szenerien in eine dunkle und düstere Atmosphäre versetzt. So bleibt es eigentlich auch bis zur letzten Seite. Wer hier also nach positiver Stimmung sucht, ist hoffnungslos verloren.

Der Schreibstil an sich ist flüssig und lässt das lesen schnell voranschreiten, allerdings muss man sich dazu auch mit der Sprache organisieren. Diese ist nämlich unterste Gossensprache. Es werden Ausdrücke benutzt, die man selbst wahrscheinlich nie in den Mund nehmen würde. Alles in Allem, sind die verwendeten Worte größtenteils Gewaltandrohungen oder Beschimpfungen.

Überhaupt scheint der gewaltsame Tod ein zentraler Aspekt der Handlung zu sein. Einerseits thematisiert über Miriams Visionen, andererseits ausgeführt durch die Verfolger, die Miriam und Ashley jagen. Sie scheuen sich nicht davor jeden aus dem Weg zu räumen, der sie in irgendeiner Weise behindert.

Das Ende selbst ist ziemlich vorhersehbar gestaltet worden. Durch alle Handlungen, die vorgenommen wurden, musste es ja darauf hinaus laufen.

Fazit
"Blackbirds" erzählt eine Geschichte voller Gewalt und Tod, ausgedrückt mit einer exzellent eingesetzten Fäkalsprache. Romantik oder gar tiefere Gefühle werden hier vergeblich gesucht, alles ist eher auf Oberflächlichkeit ausgelegt. Das Buch mag mit seiner Sprache außergewöhnlich sein, kann damit aber trotzdem nicht über die Mängel hinweg täuschen.



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