Aphrodites Schwester von Elizabeth Hoyt




Reihe:
Nächte wie im Märchen 1
Originaltitel: The Raven Prince
Broschiert: 396 Seiten
Verlag: Mira (Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3899416336
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Inhalt
Edward de Raaf, Earl of Swartingham, ist nun nach längerer Zeit nach Ravenhill Abbay zurück gekehrt. Da er viel arbeitet, braucht er einen zuverlässigen Sekretär, doch diese laufen ihm immer wieder davon, schließlich ist sein Gemüt nicht gerade das Ruhigste. Anna Wren ist Witwe, muss einen kleinen Haushalt ernähren und sucht sich deshalb eine Arbeit. Die Anstellung als Sekretärin beim Earl kommt da gerade richtig. Doch bei der Arbeit beginnt es zwischen ihnen zu knistern. Edward möchte Anna näher kommen, hält sich aber zurück, schließlich ist er verlobt. Um seine Lust zu befriedigen, reist er nach London ins "Aphrodites Grotto", doch er ahnt nicht, dass die schöne Frau mit der Maske, die ihm auf erotische Weise Befriedigung verschafft, niemand geringeres als Anna ist. Doch kann nach diesen Nächten alles weiter so laufen wie bisher? Hat ihre Liebe eine Chance?
Meine Meinung
"Aphrodites Schwester" stellt den Auftakt zur "Nächte wie im Märchen"-Trilogie dar. Hier gibt es auch die Einführung der drei Freunde, die die Helden der Trilogie repräsentieren. Die Herren wären Edward de Raaf, dem wir hier begegnen. Harry Pye, der seinen Auftritt in "Mylady spielt gefährlich" hat und schließlich noch Lord Simon Iddesleigh, der in "Verführt von einem Engel" nach seinem Glück suchen darf.

Edward de Raaf hat den Stand eines Earls und ein gewaltiges Vermögen. Sein Leben mag perfekt klingen, doch es hat ihn auch gezeichnet. Er hat alle verloren, die ihm etwas bedeutet haben und doch sucht er weiter, er sucht jemanden, dem er vertrauen und sich mit Herz und Seele hingeben kann. Als er Anna Wren kennen lernt, fühlt er sich sofort zu ihr hingezogen. Edward genießt ihre Art, dass sie seinem Gemüt trotzen kann und Interesse an seiner Arbeit hat. Doch ihm ist auch klar, dass er sie nicht haben darf, schließlich wirbt er gerade um die Hand einer anderen Frau.
Edward ist einerseits ziemlich stark, er hat großes Wissen und kann dies auch einsetzen. Er weiß, was er will und versucht auch alles um es zu bekommen. Andererseits ist er auch unsicher. Sein Äußeres ist nicht gerade anziehend, weshalb er seine Wirkung auf Frauen fürchtet. Umso mehr überrascht es ihn ja, dass Anna damit keinerlei Berührungsängste zu haben schient.

Anna Wren ist Witwe und führt einen ärmlichen Haushalt. Zusammen mit ihrer Schwiegermutter und dem Dienstmädchen Fanny bewohnt sie ein kleines Häuschen. Da den Frauen das Geld an jeder Ecke fehlt, beschließt Anna nach einer Arbeit zu suchen, schließlich ist sie ja gebildet. Die Anstellung bei Edward ist da wie ein Segen. Doch Edward weckt ein Verlangen in ihr, welches sie nach dem Tod ihres Mannes tief in sich vergraben hat. Es verletzt sie, dass er sie abweist, obwohl sie ihm klar zu verstehen gibt, dass sie ihm gegenüber offen ist.
Anna hat es im Leben nicht leicht gehabt. Ihr ist viel widerfahren und noch mehr nicht vergönnt gewesen. Doch trotz allem gibt sie nicht auf. Sie hat ein gutes Herz und hilft anderen so gut es geht. Sie versucht nicht darüber nachzudenken, was andere in ihr sehen, es ist wichtig, dass sie selbst zu ihren Handlungen steht.

Elizabeth Hoyt präsentiert uns die Geschichte zweier Liebender, die sich selbst im Weg stehen, wenn es darum den eigenen Gefühlen zu folgen. Doch sie sind gleichzeitig auch stark und kämpferisch. 
Als ungewöhnliches Highlight entführt die Autorin ihre Leser in eine etwas andere Welt. Sie lädt ein in das Freudenhaus "Aphrodites Grotto". Hier werden sie zwei Protagonisten zusammen geführt, sie leben ihre Leidenschaft aus, wenn auch nur im Verborgenen.
Es erfordert Mut seine Charaktere in ein Freudenhaus zu schicken, den die Autorin hier sicherlich bewiesen hat. Mit ihren Worten hat sie aufgezeigt, wie erotisch eine solche Begegnung sein kann und wie sie einen berühren kann. Eine solche tat muss jetzt nicht unbedingt immer positiv gesehen werde, hier allerdings ist sie akzeptabel.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut an ihre Charaktere angepasst. Sie schafft es die Stimmungen entsprechend klingen zu lassen und damit auch den Leser zu beeinflussen. 

Neben der Liebesgeschichte selbst, gibt es die kleine Entwicklung einer Intrige. Jemand ist entschieden gegen die Beziehung zwischen Edward und Anna. Dieser Jemand weicht nicht davor zurück Erpressung anzuwenden um zu bekommen, was gewollt wird.

Fazit
Elizabeth Hoyt bietet Irrungen und Wirrungen rund um die Liebe, schmerzliche Erinnerungen und vergrabene Geheimnisse, prickelnde Erotik, so wie spannende und witzige Momente.
Ein Leserherz, das Romane dieser Art mag, dürfte voll und ganz auf seine Kosten kommen.


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