Lost on Nairne Island von Eileen Wilks




Originaltitel: Unraveling Isobel
Broschiert: 299 Seiten
Verlag: Ueberreuter, Auflage: 1 (19. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764170004
Preis: EUR 16,95
eBook: EUR 12,99
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Inhalt
Isobel kann es nicht fassen, ihre Mutter hat sich einen Mann geangelt und diesen auch geheiratet. Nun muss sie ihre Freunde und ihre Stadt verlassen um mit ihrer neuen Familie umzuziehen. Nairne Island scheint ein verschlafenes und ruhiges Örtchen zu sein, jedenfalls auf den ersten Blick. Nach und nach muss Isobel feststellen, dass in ihrem neuen Zuhause etwas ganz und gar nicht normal ist. Merkwürdige Dinge geschehen, doch niemand außer ihr scheint etwas wahrzunehmen. Als der Druck um sie herum zu viel wird, wird ihr klar, dass sie selbst die Wahrheit heraus finden muss. Doch wie soll sie es schaffen und wem kann sie bei der Sache vertrauen?

Meine Meinung
Nach drei Monaten des Kennenlernens sofort die Hochzeit. Isobel kann nicht fassen, dass ihre Mutter so schnell handelt und wegen all dem muss sie ihr letztes Highschool Jahr mitten im Nirgendwo machen. Auf einer Insel, auf der nur die beliebt sind, die eine ewig lange Ahnenreihe an Inselbewohnern vorweisen können.

Isobel hat echt Schwierigkeiten sich mit ihrer neuen Situation abzufinden. Sie hat eine gewisse Ablehnung gegen ihren neuen Stiefvater, den sie liebevoll Dick nennt, mag aber ihren Stiefbruder, der leider Tabu ist. Leider läuft es mit Nathaniel nicht so gut, wie sie es sich wünschen würde, denn er scheint auch etwas gegen sie zu haben. Isobel vermisst ihre beste Freundin, ist einsam, lernt dann aber an der neuen Schule Nicole kennen. Schnell muss sie sich aber eingestehen, dass Nicole eigentlich nur mehr über das mysteriöse Anwesen erfahren will und durch sie auch an Nathaniel gelangen will. Wären es nur diese Dinge, könnte man ihr Leben als normal bewerten, doch leider kommt es immer wieder zu seltsamen Zwischenfällen, die in Isobel den Glauben wecken, dass an den Gerüchten um das Anwesen doch etwas dran sein könnte.

Nathaniel ist neben Isobel eine zentrale Figur der Geschichte. Auch er muss sich nun, genau wie Isobel, mit den neuen Familienmitgliedern anfreunden. In der Schule ist er ein Außenseiter, doch dies scheint ihn nicht sonderlich zu stören. Nathaniel scheint eine gewisse Anziehungskraft auf Frauen auszuüben, diese allerdings nicht zu missbrauchen oder sich ihrer einfach nicht bewusst zu sein. Wenn er will, kann er sehr nett und mitfühlend fürsorglich sein, doch manchmal kann er sich auch ziemlich kalt geben. Seine Leben lang haben ihn die Gerüchte um das Anwesen begleitet, daran glauben will er aber nicht.

"Lost on Nairne Island" verbindet die Elemente von Mystery, Thriller und einer Jugendliebe. Spannend erzählt mit einem leichten Gruselfaktor, hält die Autorin ein Gleichgewicht durch die ganzen 300 Seiten. Der Beginn der Geschichte ist erstmal eine große Unklarheit, doch der Fortschritt des Ganzen bietet so manche Überraschungen. So gibt es Charaktere, deren Entwicklung ich so nie hätte vorahnen können, andere hingegen haben nur all zu deutlich gezeigt, was man von ihnen zu erwarten hat.
Eileen Cook hat es geschafft so viele Zweifel und Verwirrungen zu säen, dass lange Zeit unklar blieb, wer hinter all dem steckt oder ob mehrere Personen ihre Finger im Spiel haben. Überzeugend war auch die von der Autorin angewandte Sprache. Sie lies sich flüssig lesen, war einfach und jugendlich. Als Leser hatte man tatsächlich das Gefühl einer siebzehnjährigen zu lauschen.

Neben dem Gruselfaktor durch die mysteriösen Vorkommnisse, gibt es einen weiteren wichtigen Punkt, der hier immer wider angesprochen wurde. Dabei handelt es sich um das Thema: Schizophrenie.
Isobels Vater leidet unter dieser Krankheit, ein Grund weshalb Vater und Tochter keinen Kontakt zu einander haben. Die Vorfälle auf der Insel, die Isobel immer wieder mit ihren Ängsten konfrontieren, lassen die Frage aufkommen, ob sie selbst vielleicht erkrankt sein könnte. Doch wie erkennt man so etwas? All das bringt sie zu der Frage, ob sie sich der Situation stellen kann, wenn sie ihn kennen lernt. Doch sollte sie nach all der Zeit des Schweigens tatsächlich Kontakt zu ihm aufnehmen?

In dieser Zeit bräuchte wohl jeder eine beste Freundin, so auch Isobel. Mir erschien jedoch, dass ihre beste Freundin nicht gerade wie eine solche fungiert hat. Überhaupt wurde der Aspekt der Freundschaft nicht in ein positives Licht gestellt. Wem kann sie vertrauen? In dieser Zeit scheint Mandy mehr oder weniger ein positives Beispiel zu sein. Sie hört Isobel zu und hilft ihr so gut sie kann. Isobel ahnt allerdings nicht, dass selbst Mandy ein Geheimnis vor ihr hütet.

Fazit
"Lost on Nairne Island" entführt in ein spannendes und mysteriöses Abenteuer. Isobel muss sich ihren Ängsten stellen und entdecken, dass nicht alles an ihrer neuen Situation schrecklich ist. Es gibt sogar die Chance glücklich zu werden, doch dazu muss erst die Wahrheit ans Licht gebracht werden. Ein schreckliches Geheimnis, von dem niemand etwas ahnen wollte.


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