Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick






Reihe: Phoenix 1 
Broschiert: 389 Seiten
Verlag: Papierverzierer; Auflage: 1 (2. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3944544052
Preis: EUR 14,95
eBook: EUR 4,99
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Inhalt
1913 wurde das Antlitz der Welt durch ein fehlgeschlagenes Experiment verändert. Selbst 120 Jahre später, hat sich die Gesellschaft nicht erhält. Die Saiwalo, eine überirdische Macht, hatte beim Wiederaufbau geholfen, dann jedoch erklärt, dass die Seelenlosen, übernatürliche Wesen, die Schuld an all dem hätten. Die Jagd auf sie wurde eröffnet. Doch nicht nur sie wurden zu Opfern. Die neu erlangte Ordnung und Stabilität nahm schleichend auch die Freiheit und die Träume der Bevölkerung. In dieser Welt lebt die "Seelenlose" Tavi, die alles tut um die Saiwalo zu bekämpfen. Als eine plötzliche Mordserie Hamburg erschüttert, will Tavi dem auf den Grund gehen. Sie kann ja nicht ahnen, dass damit ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird.

Meine Meinung
Ann-Kathrin Karschnick führt ihre Leser in eine dystopische Zukunft. 
Ein Experiment hat die Welt zerstört, die Gesellschaft, wie sie einst existierte, gibt es nicht mehr. Die überirdische Macht, genannt Saiwalo, hat die Regierung übernommen. Da sie selbst jedoch kaum öffentlich erscheinen, regieren sie durch den starken Arm des Gesetzes, durch die Kontinentalarmee. Diese sorgt für Ruhe und Ordnung, sucht aber gleichzeitig nach den Seelenlosen. Diesen wird nämlich die Schuld an all dem Unglück gegeben, weshalb die Saiwalo sie besonders behandelt. Was jedoch genau mit den Seelenlosen getan wird, weiß niemand. Nur eins ist klar, sie werden nie wieder gesehen.

Tavi ist so eine Seelenlose, sie ist eine Phoenix, eine Unsterbliche. Um überleben zu können, hält sie ihre Aura zurück, denn an dieser kann sie als magisches Wesen erkannt werden. Doch auch wenn sie lieber unsichtbar bleibt, führt sie einen Kampf gegen die Saiwalo, schließlich haben sie ihr etwas überaus Wichtiges genommen. Nun lebt sie mit ihrem Schützling Nathan zusammen, den sie dazu ausbildet mehr zu sehen, als die Meisten wahrnehmen. Als rätselhafte Morde die Stadt erschüttern, erkennt Tavi die Verbindung, doch wird sie die nächste Zielperson davor bewahren können ein Opfer zu werden? Zu allem Übel hat sie Leon, ein Mitglied der Kontinentalarmee, auf seinem Schirm. Die Frage ist, ob er ihr helfen wird oder sie den Saiwalo ausliefert.

Leon arbeitet für die Kontinentalarmee und ist ein Überzeugter von der Sache der Saiwalo. Von klein auf lernte er alles Mögliche über Seelenlose, schließlich hat seine Mutter sie gejagt. Nun wird er auf den Fall der grausamen Morde angesetzt. Zusammen mit seinem Partner Deslo, soll er den Mörder aufhalten. An den Leichen findet er seltsame Male, die außer ihm niemand zu sehen scheint. Leon ist verunsichert deswegen, glaubt aber fest daran, dass ein Seelenloser diese Morde begangen hat. An einem Tatort fällt ihm unter den Schaulustigen eine jungen Frau auf, Tavi. Er weiß nicht wieso, aber etwas an ihr weckt sein Interesse.

Hamburg, wie wir es kennen (oder auch nicht), gibt es nicht mehr. Wie auch der Rest der Welt, liegt hier so gut wie alles in Trümmern. Die Menschen leben größtenteils in Ruinen und haben kaum etwas zu Essen, selbst Kleidung ist ein teures Gut. Wie in jeder Gesellschaft, gibt es aber auch hier die Wohlhabenden. Hier bleiben sie aber eher im Hintergrund. Dieses harte Leben führt dazu, dass sie Menschen das Träumen verlernen, Die ständige Unterdrückung nimmt ihnen den Willen. Des Weiteren ist die Stadt, eigentlich die ganze Welt, unter ständiger Überwachung. Die Stadtteile untereinander haben Grenzen und Wachposten, die nur mit Passierscheinen betreten oder verlassen werden können. Drohnen fliegen immer wieder über die Köpfe der Menschen hinweg und können auch angreifen, wenn es nötig ist.

Ann-Kathrin Karschnick hat das Bild einer schrecklichen Zukunft, mit Elementen von Fantasy, Steampunk, Krimi und Romantik kombiniert und dabei eine fantastischen Geschichte erschaffen. Mit der leichten Wortwahl macht sie das Eintauchen in ihre Welt zu einer einfachen Sache. Begriffe, die fremd erscheinen, werden verständlich erklärt ohne den Lesefluss zu stören. Fasziniert hat mich die Autorin durch die Tatsache, dass sie die Entstehung der magischen Wesen anspricht, die Meisten werden nämlich nicht als solche geboren. Einzig die Saiwalo bleiben nach wie vor geheimnisvoll. 
Wer sind sie? Wo kommen sie her? Was ist ihr Ziel?
Ich hoffe sehr, dass die Autorin auf diesen Punkt in den weiteren Bänden eingeht. Ein wenig nervig war der Begriff "Saiwalo", da er, meiner Meinung nach, etwas zu oft erwähnt wurde.
Ganz überraschen war sicherlich die Wendung zum Ende hin. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ausgerechnet eine solche Wendung unternommen wird. Dieser Wow-Effekt ist sicherlich ein Punkt, der dazu verleitet weiter zu lesen, schließlich will man nun wissen, wie es dazu kommen konnte.

Fazit
Eine grausige Zukunftsversion. Die Mensche leiden unter der Diktatur einer überirdischen Macht und kaum jemand wagt es sich zu erheben. Doch nach wie vor gibt es auch solche, die den Kampf wagen. Spannend erzählt, mit Einblicken in die Vergangenheit der Charaktere ausgestattet, macht es neugierig auf deren Zukunft. Wohin wird der Kampf wohl führen?



Kommentare:

  1. Huhu =)
    Eine schöne Rezi und Du hast mich jetzt richtig neugierig gemacht. ;-) Das Buch klingt so richtig nach einer guten Lektüre, die in mein Beuteschema passt.
    Dankeschön. Bin direkt mal Leserin geworden♥

    Liebe Grüße
    Katie

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    1. Hui, das freut mich aber. Ich hoffe, es wird dir ebenfalls zusagen. Das Buch hat übrigens einen tollen Buchschnitt, da ist eine wunderschöne Feder dargestellt.
      Lg

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