Regenbogenasche von Anke Weber





Broschiert:
253 Seiten
Verlag: Ueberreuter Auflage: 1 (19. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764170059
Preis: EUR 12,95
eBook: EUR 9,99
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Inhalt
Rhina hat ihren Vater geliebt, doch er ist tot. Mit seinem Tod hat sie sich abgefunden, jedoch nicht mit der Tatsache, dass er am falschen Ort beerdigt wurde. Seine Asche gehört nach Namibia, an den Ort, den er über alles geliebt hat. Rhina ist fest entschlossen ihn nach Afrika zu bringen. Ihr Freund Uncas steht ihr bei diesem Unternehmen zur Seite. Nach und nach entwickeln sie einen Plan um nach Namibia zu kommen, doch wie sollen sie die Asche mitnehmen? Nebenbei muss sich Rhina auch noch mit dem sprudelnden Regenbogenwasser auseinander setzen, welches von der Nähe zu Uncas verursacht wird. Kann sie da noch einen klaren Kopf behalten?

Meine Meinung
Mit "Regenbogenasche" erzählt Anke Weber die Geschichte einer Tochter, die ihrem Vater Ruhe und Freiheit verschaffen will. Rhinas Vater ist tot, doch seine Seele hat keine Ruhe, denn sie gehört nach Namibia, das Land, welches er über alles geliebt hat. Rhina ist klar, dass ihre Tat illegal ist, doch sie tut es schließlich nicht für sich, sie tut es für ihren Vater.

Rhina lebt mit ihrer Mutter zusammen. Sie war noch relativ jung als ihr Vater starb, doch seine Seelenruhe hat sie nie damit abschließen lassen. Seine Vergangenheit interessiert sie, weshalb sie auch sein geliebtes Namibia besuchen will. Neben Namibia schlägt ihr Herz auch für Uncas, den sie eher zufällig getroffen hatte. Diese Leidenschaft versteckt sie jedoch, denn sie weiß ja nicht ob er sie erwidert.

Uncas, der eigentlich Kevin heißt, ist Rhinas bester Freund. Für sie macht er alles und lässt sich sogar auf ihren verrückten Namibia Plan ein. Ihm ist anzumerken, dass er sie mag. Er ist ein künstlerisch begabter Mensch und kann immer wieder mit kreativen Ideen punkten.

Die Beziehung zwischen ihnen ist schön dargestellt. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, wie sie sich des Öfteren in Büchern finden lässt. Es ist eine Freundschaft, die irgendwann dieses Gefühl hinter sich lässt und eine Stufe aufsteigt. Sie sind für einander da, wobei natürlich eher Uncas für Rhina da ist.

Äußerst faszinierend ist Anke Webers Umschreibung von Namibia. Nun, ich selbst war noch nicht da, doch das Feeling ist überraschend echt. Die Farben und die Schönheit der Landschaft verzaubern, täuschen aber auch nicht über die tatsächliche Situation und die Armut der Bevölkerung hinweg.

Neben Rhina und Uncas, werden viele weitere Charaktere eingeführt und vorgestellt, doch leider werden sie kaum mit Leben ausgefüllt. Sie bleiben blasse Nebenfiguren. Es ist schade, da auch sie teilweise interessante Züge aufweisen. Betrachtet man jedoch auch die Hauptcharaktere genauer, lässt sich heraus sehen, dass auch sie eher wenig von sich preisgeben. Sie stehen zwar im Mittelpunkt, doch viel lässt sich über sie nicht herausfinden.

Während ihrer Reise nach Namibia scheint Rhina ihrem Vater zum ersten Mal richtig kennen zu lernen und die Geheimnisse seines Lebens aufzudecken. Die Autorin sorgt dafür, dass die Wahrheit nur Stück für Stück offenbart wird. So kann die Spannung bis zur letzten Seite bewahrt werden. Auch setzt sie auf Wendungen, die man so nicht erwartet hätte. Sie mögen zwar nicht all zu groß sein, doch in der Geschichte bringen sie so manche Überraschungen.
Fazit
Mit "Regenbogenasche" schafft Anke Weber eine herzergreifende Geschichte über eine Tochter, die den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen will. Sie überzeugt durch die wunderbaren Beschreibungen der Landschaft, wogegen ihre Charaktere ziemlich blass erscheinen. Als Leser wünscht man sich mehr über sie zu erfahren, leider wird dies verwehrt.


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