Frostglut von Jennifer Estep



Reihe: Mythos Academy 4
Originaltitel: Crimson Frost
Broschiert: 432 Seiten
Verlag: ivi (1. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492703048
Preis: EUR 14,99
ASIN: B00CXTY0HU
Preis: EUR 11,99
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Inhalt
Eigentlich könnte alles super laufen, Gwen hat super Freunde und endlich ein Date mit dem heißen Spartaner Logan. Doch leider ist der Gott Loki frei und ausgerechnet Logans Vater, Linus Quinn, beschuldigt Gwen ihn absichtlich befreit zu haben und sogar für ihn zu arbeiten. Vor der ganzen Schule bloß gestellt, muss sie nun Tag für Tag den Hass und die Angriffe ihrer Mitschüler und Lehrer ertragen. Dazu klebt ihr auch der Bogatyr, Alexei Solokov, an den Fersen, der jedoch niemals einschreitet um ihr zu helfen. Als es in der Bibliothek zu einem Angriff und einem Diebstahl kommt, glaubt Gwen nicht an einen Zufall. Kurz darauf wird sie vor Gericht gestellt, versucht aber die ganze Zeit über zu ergründen, was Lokis Pläne sein könnten. Doch sie ahnt nicht, wie nah die Gefahr nun schon tatsächlich ist.
Meine Meinung
"Frostglut" ist bereits das vierte Abenteuer von Gwen Frost an der Mythos Academy.
Der Gott Loki ist frei und Gwen hatte unfreiwillig ihre Rolle dabei gespielt. Sie wäre beinahe gestorben, doch das Protektorat interessiert dies nicht. Sie sehen in ihr eine Schuldige. Gwen soll Loki absichtlich geholfen haben, sie würde für die Schnitter arbeiten, wenn nicht gar Lokis Champion sein. Auch wenn ihre Freunde von ihrer Unschuld überzeugt sind, steht Gwen vor einer Wand aus Hass, denn ihre Mitschüler glauben den Worten des Protektorats und stempeln sie als Mörderin ab.

Das Gypsy Mädchen Gwen Frost ist Nikes Champion, doch leider gelang es ihn nicht Lokis Auferstehung zu verhindern. Beschuldigt für die Schnitter zu arbeiten, muss Gwen sich nun einiges gefallen lassen. Als Mörderin beschimpft, mit Sachen beworfen und bedroht, muss sie dich durch den Alltag schlagen. Sie versucht Haltung zu bewahren, sich die Angst und den Schmerz nicht anmerken zu lassen. Auch wenn Alexei nicht gerade nett oder hilfsbereit zu ihr ist, weiß Gwen, dass einer ihrer Freunde ihn mag und akzeptiert ihn deshalb. Niemals würde sie ihren Freunden das Glück vorenthalten wollen.

Neben bereits bekannten Charakteren um Gwen und ihre Freunde, treten in diesem band auch neue Persönlichkeiten hervor. So werden Logans Vater, Linus, und seine Stiefmutter, Agrona, vorgestellt. Es scheint, als wäre Logans Beziehung zu seinem Vater allerdings nicht gerade die Beste zu sein.
Auch Alexei Sokolov, der Bogatyr, der Gwen überwachen soll, nimmt eine wichtige Rolle ein. Er ist gerade erst zur Gruppe gestoßen, doch seine Aufgabe hat gerade erst begonnen. Schön ist allerdings zu sehen, dass er während der Handlung in gewisser Weise auftaut und einsieht, dass seine Aufgabe mehr von ihm verlangt als nur Gwens Taten auf Schritt und Tritt zu verfolgen.

Die Handlung dieses vierten Bandes, vollzieht sich innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes. Lokis Auferstehung ist kaum her, Gwen hat noch Schmerzen von ihren Verletzungen, da beginnen die Verhandlungen um ihre Schuld. Auch das Konzert, welches hier eine wichtige Rolle spielt, liegt nur einige Tage später. Wenn ich es recht einschätze, dürfte sich alles innerhalb von zwei bis drei Wochen abspielen.

Jennifer Estep macht es wirklich geschickt, wenn sie die Wut des Lesers auf Linus Quinn richtet. Durch seine Taten, die gegen Gwen gerichtet sind, wird er unsympathisch dargestellt. Er versucht alles um in ihren Worten ein Eingeständnis der Schuld zu finden. Ihre Aussagen werden verkehrt und alles ins Negative gewertet. Egal was sie sagt, er schafft es die Worte zu verdrehen, dass es klingt als würde sie sich selbst belasten.

Natürlich ist auch dieser Band voller Spannung. Fesselnd geschrieben, lässt die Autorin die Leser an grausamen Kämpfen teilhaben, an den Momenten der Freundschaft und Liebe, aber auch an den schmerzen Gefühlen von Gwen.
Der Campus, aber auch die Mitschüler, erhalten einen gewissen dunklen Ansatz. Dieser Hass, der sich gegen eine Person richtet, wächst mit einem Mal gewaltig an. Es scheint egal zu sein, was Gwen dazu zu sagen hat oder bisher getan hat, man hat ihnen gesagt, dass sie zu Loki gehört und sie glauben es einfach. Diese Tatsache ist wirklich ärgerlich. Sie wissen nichts von den Geschehnissen, wollen aber dich Anschuldigung einfach hinnehmen. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Fazit
Wut und Hass können die Menschen blind machen. Als Unschuldige muss Gwen dies am eigenen Leib erfahren. Erneut muss sie sich einem harten Kampf stellen, bei dem sie mehr zu verlieren hat als nur ihre Freiheit. Da mich Mythos Academy einfach nur begeistert, kann ich den nächsten Band kaum abwarten.


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