Zur Hölle mit Bridget von Paige Harbison




Broschiert: 348 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch (10. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3956490811
Preis: EUR 12,99
ASIN: B00KB1LP7K
Preis: 12,99
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Inhalt
Bridget Duke ist die Schuldiva überhaupt. Sie hat keinerlei Respekt vor den Lehrern und nutzt ihre Mitschüler nach Strich und Faden aus. Ihre Freundinnen Michelle und Jilian hält sie klein, schließlich sind sie nur dazu da um sie besser dastehen zu lassen. Selbst ihre Stiefmutter, die sich nach Kräften bemüht, behandelt sie wie Dreck. Doch dann kommt Anna Judge an die Schule und Bridget wird immer mehr ins Abseits gedrängt. Wütend und in der Hoffnung allen eine Lektion zu erteilen, baut Bridget einen Unfall. Sie erwacht allerdings nicht im Krankenhaus sondern in einem Gerichtssaal und es ist an Anna über sie zu richten.
Meine Meinung
Mit diesem Buch hat Paige Harbison durchaus eine interessante Geschichte über das eigensinnige und ziemlich Ich bezogene Verhalten eines Mädchens geschrieben, der aber noch die Augen geöffnet werden. Das Aufzeigen der Dinge, die sie heraufbeschworen hat, offenbart, dass jede Tat auch Folgen haben kann. Hierzu passt sicherlich der Spruch, dass jede Münze zwei Seiten hat.

Bridget Duke ist äußerst eingebildet und möchte eigentlich immer im Mittelpunkt stehen. Da ihr Vater eigentlich nie da ist, terrorisiert sie die Schule und ihre Lehrer um Aufmerksamkeit zu bekommen. Für ihre Taten will sie die Schuld aber nie übernehmen, weshalb sie sie lieber anderen in die Schuhe schiebt. Ihre Freundinnen sind eher zweckmäßig. Sie hält sie klein und schafft es, dass sie sich in ihrer Nähe unwohl fühlen. Bridget merkt zwar manchmal, dass ihre Taten andere verletzen, aber von ihrem schlechten Gewissen will die nichts wissen. Anna Judges Auftauchen scheint ihre Macht über die Mitschüler zu brechen. Plötzlich wird sie zu jemandem, der kaum bemerkt wird. Durch Anna beginnt sie auch zu sehen, wie sie die anderen Menschen gebrochen hat.

Bridget war eigentlich selbst mal eine Außenseiterin, doch durch einen Vorfall gewinnt sie an Macht und beginnt diese auszunutzen. Sie verdrängt ihr altes Ich und setzt eine Maske auf um so zu sein, wie die Anderen es von ihr erwarten. Irgendwann allerdings, kann sie einfach nicht mehr aus ihrer Rolle raus.

Der erste Teil des Buches wird komplett aus der Sicht von Bridget erzählt. Hier taucht Anna auf und bringt alles ins Wanken, weshalb Bridget ja schließlich voller Wut einen Autounfall baut. Nach dem Unfall erwacht sie in einem Gerichtssaal, wo Anna beginnt ihr ihre Fehler vor Augen zu führen. Ab diesem Zeitpunkt erhalten auch so manch andere Nebencharaktere eine Stimme. Ihre Sicht wird offenbart und alles, was Bridget ihnen angetan hat. Ab hier setzen auch die paranormalen Elemente ein.

Paige Harbison hat genau die richtigen Worte gewählt um diese Geschichte zu erzählen. Einerseits die Überheblichkeit und die Hochnäsigkeit, andererseits Schmerz, Unsicherheit und Wut. Sie erlaubt es dem Leser ins Geschehen einzutauchen und all dies noch zu empfinden. Ein wenig wird der Leser dadurch in Zwietracht gebracht, denn er muss sich entscheiden ob er Bridget mag oder doch nicht. Das wahre Mädchen, welches erst gefunden werden muss, ist aber auch all zu gut verborgen worden. Die Autorin wählt einen neutralen Ton um wirklich nur die Geschehnisse wieder zu geben. So umschreibt sie auch die Empfindungen, denen schließlich der Leser ihre Kraft gibt.

Hier wird eine Geschichte erzählt, die aufzeigt, dass man durchaus eine zweite Chance im Leben bekommen kann, man muss nur bereit sein etwas an sich zu verändern. Der eigene Einfluss auf die Umwelt ist uns oft nicht bewusst, doch vorhanden. Unsere Taten können Folgen haben, welche, ist auf den ersten Blick kaum erkennbar, doch es ist an uns zu versuchen sie positiv werden zu lassen.

Die Geschehnisse zum Ende hin, sind wirklich schön gewählt. Die Ablehnung und Annahme, ebenso wie die Akzeptanz, die sich alle in der Schwebe befinden, lassen die Handlung realer wirken. Die Rolle von Anne Judge, die eine zentrale Rolle einnimmt, ist ein wahrer Augenöffner, das Gewissen in Menschengestalt. Sie ist jemand, den niemand von uns sehen will und doch braucht. Wenn ich ehrlich bin, würde ich mich ihr gerne stellen, auch wenn es schmerzlich werden könnte.

Fazit
Was zu Beginn nach einer oberflächlichen Geschichte aussieht, gewinnt zum Ende hin an Tiefe. Mit einem wahren Schatz an Emotionen, wird nach und nach erkennbar, worauf die Handlung hinausläuft. Die Belehrung durch die Worte der Autorin, stellen jeden Leser in gewisser Weise vor Anne Judge, damit er über sich selbst genauer nachdenken kann.



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