Jamies Quest Aufgabe gesucht von Cornelia & Dominic Franke




Reihe:
Jamies Quest 1
Taschenbuch: 374 Seiten
Verlag: Cornelia Franke; (1. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3000469350
Preis: EUR 13,99
ASIN: B00N6SZRLA
Preis: EUR 2,99
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Inhalt
Eigentlich wollte Jamie nur ein Videospiel spielen, doch nachdem jemand seinen wahren Namen flüstert und er in die Dunkelheit fällt, findet er sich in einem unheimlichen Wald wieder. Von gewaltigen Spinnen verfolgt, sucht er im Haus am Waldrand Unterschlupf. Hier lernt Jamie den jungen Hannes kennen, der ihn als Wanderer bezeichnet. Verwirrt von der ganzen Situation, glaubt Jamie noch immer Teil eines Spiels zu sein, doch je mehr Zeit verstreicht, desto gefährlicher scheint alles zu werden. Hannes steht ihm zur Seite und versucht zu helfen wo er nur kann, doch jemand scheint es auf sie abgesehen zu haben und wünscht sich den Tod des Wanderers. Jamies muss lernen, dass er sein Vertrauen nicht so leichtfertig verschenken kann, denn in dieser Welt gelten andere Regeln.

Meine Meinung
"Aufgabe gesucht" ist der erste Band um Jamies Abenteuer. Ohne es zu ahnen, gelangt er in eine andere Welt und sucht nach einem Weg nach Hause. Doch es heißt, dass Besucher aus einer anderen Welt Wanderer seien, die nur dann auftauchen, wenn eine Aufgabe erledigt werden soll. Jamie weiß allerdings nicht, worin seine bestehen soll und macht sich deshalb mit Unterstützung auf die Suche danach.

Jamie Aven Bell ist nicht gerade ein Heldentyp, er weiß nicht wirklich, was er mit seiner Zukunft anfangen soll. In der Schule läuft es nicht so gut und selbst in seine Familie scheint er nicht zu passen. Einzig Videospiele bieten ihm eine Flucht aus der Realität, ebenso wie die Zuneigung seiner Freundin Olive. Als er in Brior landet, hat er keine Ahnung wo er ist oder wieso er dort ist. In dem Glauben in seinem Spiel zu sein, versucht er einen Ausweg zu finden, doch die üblichen Methoden scheinen nicht zu funktionieren. In Hannes findet er einen Freund und Verbündeten, der ihm immer zur Seite steht. In Brior lernt er allerhand seltsamer Leute kennen, aber auch Lanasapa/Lana, die ihn scheinbar besser verstehen kann, als die Anderen. Jamie ist verwirrt von den Gefühlen dem Mädchen gegenüber, denn ihm ist nicht klar, ob er damit Olive betrügt und sie überhaupt zulassen darf.

Hannes ist ein einfacher Bauernjunge. Er kennt Brior, wohnt aber mit seinem Vater ziemlich weit abseits, unweit des dunklen Waldes, der Heimat der gewaltigen Spinnen. Er träumt davon Abenteuer zu erleben, bleibt aber bei seinem Vater um ihn bei der Arbeit auf dem Hof zu unterstützen. Als Jamie in sein Leben tritt, ist es wie die Erfüllung eines Traumes, er darf dem Wanderer helfen. Obwohl er noch zweifelt ob er tatsächlich gehen soll, findet er sich schon sehr bald in einem halsbrecherischem Abenteuer wieder. Doch dann geschieht etwas unfassbares und Hannes steht vor einer harten Entscheidung. Soll er auf sein Herz hören oder ausführen, was man von ihm verlangt?

Brior erscheint als eine mittelalterlich angehauchte Stadt. Die Bürger arbeiten hart und genießen umso mehr die Feste, wo sie mal ausgelassen sein können. Der Bürgermeister dieser Stadt erscheint da schon seltsamer, ist er doch ein Samako, eine Art ziemlich großer Frosch. Neben den Samakos, kann sich der Leser übrigens auch auf gewaltige Spinnen und noch so manch andere Gestalten freuen, mit denen das Autorenduo zu überraschen weiß.

Die Geschichte ist gut geschrieben, aus mehreren Perspektiven erzählt, und mit ein wenig Spannung ausgestaltet. Einzig der Protagonist scheint so manches Mal melancholisch zu werden. Er fühlt sich nicht als Held, viel mehr empfindet er sich am falschen Ort und irgendwie auch als Versager. Obwohl sein Gejammer manchmal etwas nervig war, kam es doch nachvollziehbar rüber. Mal ehrlich, wie würde einer von uns reagieren, wenn er plötzlich an einem seltsamen Ort erwacht, gejagt wird und alle von einem etwas außergewöhnliches erwarten, obwohl man keine Ahnung hat was das soll.

Die Autoren geben dem Leser jedenfalls so einiges zum Nachdenken. So darf man sich ja schon zu Beginn mit Jamie wundern, weshalb er als Wanderer keine Aufgabe hat. Später kommen noch so einige Wendungen hinzu, die weitere Fragen des "Warums" aufwerfen. Da alles wirklich fesselnd  geschrieben wurde und das Ende an einer ziemlich offenen Stelle endet, muss nun dem nächsten Band entgegen gefiebert werden.

Fazit
Jamies Quest hat gerade erst begonnen, da muss er bereits um sein Leben kämpfen und laufen so schnell ihn seine Beine tragen können. In einer fremden Welt muss er sich als Wanderer einem Grauen stellen, das ihn beinahe verzweifeln lässt. Einzig die Hoffnung auf die Rückkehr nach Hause und die Freundschaft zu Hannes halten ihn aufrecht. Die Vorfreude auf sein nächstes Abenteuer ist auf jeden Fall groß.


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