Die Auslöschung der Mary Shelley von Marc Buhl





Broschiert:
315 Seiten
Verlag: BliNK BOOKS (Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3958370043
Preis: EUR 14,99
ASIN: B00NUDCZKM
Preis: EUR 4,99
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Inhalt
Mary Shelley ist eine Mitarbeiterin eines gewaltiges Prozesses, denn gemeinsam arbeiten sie daran den ersten Quantencomputer der Welt zu schaffen. Niemand ahnt allerdings, dass Mary und ihr Kollege Logovski ein Programm in den Computer eingeschleust haben, welches eine künstliche Intelligenz schaffen soll. Das Bewusstsein wird lernen und anwachsen, es wird entscheiden können und hoffentlich Verbrechen verhindern. Obwohl Frank, Marys Bruder, alles tut um die davon zu überzeugen, dass ihr Handeln ein Fehler ist, ist sie nicht bereit alles zu stoppen. Doch schon bald wird Victor, wie sich das Bewusstsein nennt, stärker und stärker. Er will unbedingt seine Erschafferin treffen und räumt dabei alles aus dem Weg, was sich zwischen sie stellen könnte. Nie hätte Mary ahnen können, dass Victor alles andere als ihre Wunschvorstellung ist und sein Handeln so aggressiv sein könnte.

Meine Meinung
Mary Shelley dürfte als Name vielen Buchliebhabern bekannt sein, ist sie doch die Autorin des berühmten Buches "Frankenstein". Marc Buhl hat sich der Geschichte angenommen und sie in einer völlig neuen Version auferstehen lassen. Diesmal schreibt Mary Shelley aber nicht ein Buch, sie erschafft ein wahrhaftiges Monster, durch das Schreiben eines Programms.

Mary Shelley ist 29, MIT-Absolventin, fasziniert von Ameisen und in gewisser Weise abgestoßen von der Gesellschaft, da diese immer wieder zu Verbrechen neigt. Da sie an einem Quantencomputer mitarbeitet, sieht sie die Chance gekommen die Welt zu verbessern. Sie schreibt ein Programm, ein Bewusstsein, dass von sich aus immer weiter wächst und die Verbrechen ausklärt bzw. die bestraft, die diese begehen. Doch obwohl alle Mary warnen, glaubt sie wahnhaft daran, dass sie alles im Griff hat. Sie glaubt nicht daran, dass sie einen Fehler begehen könnte, schließlich ist ihr Plan doch perfekt.

Victor ist das Ergebnis von Marys Anstrengungen. Doch obwohl er als Programm entstanden ist, entwickelte er den Wunsch seine Erschafferin kennen zu lernen. Allerdings wird dieser Wunsch zu einer Obsession, die kein gutes Ende nimmt.

Mary hat ein Monster geschaffen, dass immer mächtiger wird. Als Programm gemacht, dringt es irgendwann auch ins reale Leben ein, denn die Macht über das Internet recht nicht mehr. 
Allein der Gedanke, dass es ein Programm geben könnte, das sowohl im Internet als auch im realen Leben agieren kann, ist erschreckend. Es ist ja nicht so, dass es allein mit Daten schreckliches anrichten könnte. Obwohl es Angst macht, dass so etwas tatsächlich existieren könnte, ist es nicht ausgeschlossen. So, wie wir heute überwacht werden, könnte längst ein ähnliches Programm existieren, nur hat es noch nicht Victors Macht. Noch nicht!

Der Autor hat ein Szenario geschaffen, das nicht unbedingt als unausweichlich gilt. Er kreiert Charaktere, die zwar intelligent sind, aber gleichzeitig dadurch auch überheblich. Genau deshalb fand ich Mary manchmal einfach nur unausstehlich. Sie war so sehr davon überzeugt unfehlbar zu handelt, dass man ihr eine klatschen wollte. Sie stellte sich für alles blind, was ihr nicht in den Kram passte.

Wie immer, hat auch die amerikanische Regierung ihre Finger im Spiel. Wie könnte es denn bitte anders sein? Sie wollen etwas haben, was sich hinterher nicht kontrollieren lässt, nun ja, eigentlich wollten sie es ja ohne Victor haben. Aber mal ehrlich, die amerikanische Regierung mischt sich überall ein, richtet Chaos an und lässt die anderen alles ausbaden.

Das Ende des Buches war ein klein wenig verwirrend. Ich würde es als relativ offen bezeichnen, denn Marc Buhl gibt in gewisser Weise dem Leser die Chance selbst darüber nachzudenken, was sein könnte. Alles in Allem, schreibt er aber überaus spannend und scheut nicht großes Durcheinander übersichtlich zu umschreiben. Es gibt viel Action, die verfilmt sicherlich sehr gut anzusehen wäre. 
Obwohl es hier viel um das Programmieren geht, wurde doch so geschrieben, dass absolut alles verständlich ist. Der Autor präsentiert einerseits, dass Technik überaus hilfreich und nützlich sein kann, aber auch zu unser aller Ende werden könnte.

Fazit
Eine ehrgeizige Programmiererin, die ein Programm schreibt, von dem sie hofft, dass es die Welt verändern würde. Sie ahnt nicht, dass sie damit eine Katastrophe einleitet, denn wie so oft wendet sich alles gegen den Erschaffer. Grausig durchdacht, denn nichts davon scheint als unwahrscheinlich.


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