30 März 2016

Eiskalte Sehnsucht - Jennifer L. Armentrout


Reihe: Dark Elements 2
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: HarperCollins (10. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3959670043
Preis: EUR 16,90
ASIN: B00YP13YD0
Preis: EUR 14,99
Come in: Rezensionsexemplar
Inhalt
Layla hat es gerade nicht leicht, die Ereignisse der Nacht verfolgen sie noch immer, doch nun spielt auch noch ihre Gabe verrückt. Als schließlich Roth mit schlechten Nachrichten erscheint, die für alle Schwierigkeiten bedeuten, wird alles viel komplizierter. Zum Glück steht Zayne ihr in dieser harten Zeit zur Seite. Layla muss nicht nur lernen das Böse zu bekämpfen, sie muss sich auch mit ihrem Ich und ihren Gefühlen auseinander setzen. Wem kann sie vertrauen? Wer ist wirklich auf ihrer Seite?
Meine Meinung
Der zweite Band um die Dark Elements steht seinem Vorgänger um nichts nach. Von der ersten Seite an, geht die Spannung weiter. Immer wieder passiert etwas, nichts steht still. Es ist beinahe so, als würde Jennifer L. Armentrout mit ihren Lesern spielen. Sie gibt ihnen etwas schönes um daran festzuhalten, eher sie es wieder zerstört und man aus den Trümmern erneut etwas erbauen muss.

Die Handlung selbst setzt kurze Zeit nach den Vorgängen des ersten Bandes an. Es gibt kurze Erwähnungen der Vorgänge, die zuvor geschahen, die aber zum Glück nicht all zu ausführlich behandelt wurden. Besonders toll ist aber, dass hier die Charaktere nicht stecken bleiben, sie entwickeln sich weiter, werden reifer.

Layla hat es immer noch nicht leicht, man misstraut ihr, egal was sie sagt oder tut, es ist nie genug. Doch obwohl es so ist, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie ist stärker geworden, doch noch lange nicht gefestigt genug um auch den emotionalen Schmerz unbeschadet zu überstehen. Leider hat sie auch nicht genug Vertrauen zu sich selbst oder ihren Fähigkeiten, was sie doch ausbremst. Layla durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, sie darf Glück empfinden, aber auch den tiefsten Schmerz.

Zayne bekommt hier endlich eine größere Rolle und wird stärker beleuchtet. Er kommt langsam aus seiner Rolle des Vatersöhnchens raus und beginnt eigene Entscheidungen zu treffen. Doch so gerne er auch den harten Burschen mimt, er kann aus seiner Erziehung nie vollkommen ausbrechen. Er will Layla zur Seite stehen, kann gegen seinen Vater aber nicht ankommen bzw. ihm nicht die Stirn bieten. Immerhin bekommt er die Gelegenheit seine Gefühle für Layla zu zeigen.

Roth ist und bleibt Roth. Der sexy Badboy bleibt seiner Rolle treu, wenn auch mit den Gefühlen eher verschlossener. Auch wenn er sich nun doch zurück hält, Layla ist ihm wichtig und er versucht ihr zu helfen. Roth tut alles um sie zu beschützen, auch wenn es ihn selbst verletzt. Er ärgert sie und Zayne, reizt sie aber auch aus sich hinaus zu gehen.

Während diese Protagonisten sich im positiven Sinne verändern, jedenfalls mehr oder weniger, kann man dies von Abbot nicht sagen. Man kann ihn bereits im ersten Band nicht leiden, er benimmt sich schließlich wir ein Arsch, aber hier lernt man ihn wahrhaft zu hassen. Er ist furchtbar und diese Abneigung gegen ihn wird von Seite zur Seite stärker. Seine Entscheidung zum Ende des Buches, hat bei mir die Frage aufgeworfen, wo denn genau der Unterschied zwischen Dämonen und Gargoyles ist. Mal ehrlich, Dämonen geben wenigstens offen zu böse zu sein, während Gargoyle sich ja gerne als rein und gut darstellen. Aber ist dem so?

Ein wenig schade finde ich allerdings, dass es doch offensichtlich war, wer die Lilin ist. Ich hatte ab einem bestimmten Punkt einen Charakter im Sinn und schließlich war es auch so. Hinweise werden ja mehr als genug gegeben. Hier ist auch ein Punkt, der mich stutzig machte, Wie kann es sein, dass weder Roth noch Zayne etwas gemerkt haben? Ja, Layla hatte ihr kleines Problem, aber die Jungs doch nicht.

Genial aber, ist sicherlich das offene Ende. Armentrout lässt einen praktisch in der Tür stehen, doch um eintreten zu können, muss man wohl oder übel auf den nächsten Band warten. Es ist eine Stelle, an der man nur noch ein lautes und langes "Nein" ausstoßen kann und nun an den Nägeln kauend wartet, bis der nächste Band kommt.
Fazit
Jennifer L. Armentrout beweist in diesem Buch, dass der zweite Band nicht unbedingt ein Lückenfüller sein muss. Mit ihrem fesselnden Schreibstil, all der Spannung und den unglaublichen Gefühlen, kann er verdient und stolz bei den anderen Bänden stehen. Natürlich gibt es noch unbeantwortete Fragen und Dinge, die nicht logisch erscheinen, doch eine mögliche Auflösung kann im nächsten Band noch kommen.


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