04 April 2016

Der vergessene Turm - Robert M. Talmar


Reihe: Gilwenzeit 1
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (11. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3404207381
Preis: EUR 14,00
ASIN: B00CTL9KMW
Preis: EUR 4,99
Come in: Rezensionsexemplar
Inhalt
Mit seiner Volljährigkeit muss Finn Fokklin die Entscheidung treffen, welchen Beruf er erlernen will. Obwohl er überaus gerne in der Bücherei arbeiten würde, beginnt er doch mit der Ausbildung zum Tintner bei seinem Vater. Eines Tages entdeckt er eine übersehene Bestellung und entschließt sich diese so schnell wie möglich zu zustellen. Zusammen mit seinem treuen Pony, macht er sich deshalb auf den Weg zum alten Turm. Dabei begegnet er seinem Freund, der jetzt ein Landhüter ist, Mellow Rohrsang. Leider müssen die Freunde feststellen, dass ihr friedliches Tal sich zum negativen verändert. So begegnen die beiden Vahits nicht nur einem Menschen, sie geraten auch in Gefahr und müssen um ihr Leben fürchten. Nun müssen sie zusammen mit dem Kriegermönch, Circendil, die Bewohner warnen und sie auf den kommenden Krieg vorbereiten.
Meine Meinung
Seit Jahrhunderten lebt das Volk der Vahits versteckt vor der Außenwelt in einem Tal, welches durch Berge eingeschlossen ist. Bei den Vahits handelt es sich um ein kleines Volk, damit ist übrigens ihre Körpergröße gemeint, die man vielleicht mit den Hobbits vergleichen könnte. Sie sind ein friedliebendes Volk, das vor langer Zeit ins Tal geflohen war. Als Krieger kann sich bei ihnen niemand bezeichnen, lediglich die Landhüter sind in der Lage ein wenig zu kämpfen, aber nicht genug um für die kommende Gefahr gerüstet zu sein.

Finn Fokklin ist nun achtundzwanzig und damit volljährig. Eigentlich liebt er Bücher, würde gerne eigene schreiben und mit ihnen arbeiten, doch die Erwartungen aller, vor allem die seines Vaters, bringen ihn dazu bei eben diesem die Lehre des Tintners zu beginnen. Die Ausbildung macht keinen Spaß, weshalb er die Gelegenheit nutzt für einen Moment auszubrechen, als er eine Bestellung ausliefern soll. Doch Finn ahnt nicht, dass diese Reise sein ganzes Leben verändern wird. Er bekommt nicht nur mit, dass plötzlich Kinder verschwinden, auch die Angst der Vahits bleibt ihn nicht verborgen. Finn muss feststellen, dass mit jedem Meter, den er dem alten Turm näher kommt, die Gefahr ansteigt und ihn am Ziel seiner Reise das wahre Grauen erwartet.

Obwohl Finn von Abenteuern träumt, hätte er nie erwartet, dass sein eigenes so furchtbar werden könnte. Zusammen mit seinem Freund Mellow muss er um sein Leben kämpfen und die Angst immer wieder überwinden. Ihn interessiert eigentlich mehr Wissen, er will nicht kämpfen. Tapfer ist er sicherlich nicht und doch muss er immer wieder über sich hinauswachsen.

Neben Finn, gehören auch der Vahit Mellow Rohrsang und der Mensch Circendil zu den zentralen Figuren. Mellow ist ein Landhüter, der mit Finn bekannt ist. Er beweist mehr Mut und geht mehr Wagnisse ein, was gut zu seinem Beruf passt. Circendil ist ein Kriegermönch. Da die ganze Welt bedroht ist, hat er sich auf die Suche nach der Rettung gemacht. In allen Teilen der Welt sucht er nach Informationen, die das Schlimmste verhindern könnten. Allerdings ist auch etwas undurchsichtig.

Ganz ehrlich, irgendwie hat dieses Buch viele Parallelen zu "Der Herr der Ringe". Obwohl die Handlung einen doch anderen Verlauf hat als das besagte Buch, gibt es doch so manche Ähnlichkeiten. Welche muss der Leser allerdings selbst herausfinden.

Robert M. Talmar hat trotzdem irgendwie ein spannendes Buch geschaffen, das seine Komplexität hat. Die Handlung ist eigen und verspricht ein interessantes Abenteuer. Allerdings hat er hier auch sprachliche Dinge genutzt, die einfach furchtbar waren. Allein die andauernde Wiederholung des Wortes "Vahit" hat mich wahnsinnig gemacht. Irgendwann war es einfach nur nervig und störte den Lesefluss. Ich hoffe es wird sich in den weiteren Bänden ändern.

Leider gibt es hier auch kaum etwas über die Gilwen zu lesen. Natürlich wird dieses Thema kurz aufgefasst, aber leider nicht vertieft. Ich hoffe, dass auch dies in den weiteren Bänden stärker thematisiert wird.
Fazit
Die Zeiten des Friedens für das Volk der Vahits gehen zu Ende. Ein übermächtiger Feind greift nach ihrem Tal und bedroht ihr Leben. Unfreiwillig muss Finn mit seinem Freund Mellow und dem Menschen Circendil zum Helden werden um die Bewohner zu schützen, doch nur das verlorene Wissen der Vergangenheit kann alle retten. Die Frage ist, ob es rechtzeitig gefunden wird. Obwohl die Geschichte durchaus noch Schwächen hat, will man trotzdem weiter lesen.


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