Ein Skandal in Schottland von Maggie Robinson




Reihe: Ladies Unlaced 2
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Egmont LYX (3. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3802597671
Preis: EUR 9,99
ASIN: B00P35NZ22
Preis: EUR 8,99
Come in: Rezensionsexemplar

Inhalt
Da ihre Tante gerade krank ist, übernimmt die 29 jährige Mary Eversong ihre Rolle. Verkleidet und geschminkt, spielt sie die Leiterin der Eversong-Agentur. Als Lord Alec Raeburn sich an die Agentur wendet, sieht sie ihre Chance auf etwas Freiheit. Dieser bittet um Hilfe, da er seine Unschuld beweisen und den wahren Schuldigen am Selbstmord seiner Frau überführen will. Zusammen mit ihrer Tante und dem Sekretär Oliver, mietet sie sich im schottischen Forsyth Palace Hotel ein, wo die Show beginnt. Mary spielt ihre Rolle perfekt, denn der vermeintlich Schuldige ist sofort hin und weg von ihr. Doch auch Raeburn ist dort und zeigt großes Interesse an ihr. Während Mary die Aufmerksamkeit genießt und sich von Raeburn gerne Küsse stehlen lässt, wird die Gefahr um sie größer, denn ihr Gegner ist gefährlicher als sie je vermutet hätten.

Meine Meinung
Die Eversong-Agentur ist bekannt dafür zu helfen in ungewöhnlichen Fällen. Sie vermitteln Hausmädchen an sichere Familien, wenn sie von ihren Arbeitgebern bedrängt werden. Sie kennen den Klatsch und wissen über die Vorgänge um sich herum sehr gut bescheid.

Mary Eversong ist neunundzwanzig, unverheiratet und lebt bei ihrer Tante. Ihre Familie gehört ein Laden, wo sie auch für ihnen Bruder gearbeitet hat. Ihm war es wichtiger eine Arbeitskraft zu haben als für sie einen Mann zu suchen. Als ihre Tante sie bat in ihrer Agentur zu helfen, sah sie darin ihre Chance auf Freiheit. Nun verkleidet sich Mary als ihre Tante und übernimmt für sie die Geschäfte. Sie hat nun mehr Handlungsraum, versteckt aber noch immer ihr wahres selbst. In ihrem Alter fühlt sie sich als alte Jungfer und glaubt eigentlich nicht daran jemals die Liebe oder einen Ehemann zu finden. Durch einen Auftrag erhält sie die Chance die Verkleidung abzulegen. Sie muss zwar eine Rolle spielen und kann dabei trotzdem sie selbst sein. Zum ersten Mal fühlt sie sich umworben, weiblich und begehrt. Sie beginnt Gefühle und Gelüste zu entwickeln, die sie zuvor nicht kannte, will diese aber unbedingt ergründen.

Lord Alec Raeburn ist mitte dreißig, reich und exzentrisch. Er hatte sich eine wunderschöne junge Frau gefunden und ihr alles gegeben, was sie wollte, doch es schien nie genug. Vor nicht all zu langer Zeit begann diese nämlich Selbstmord. Die Menschen geben ihm die Schuld, doch er weiß, dass es jemand anders war, der sie zu dieser Tat brachte. Um selbst Ruhe zu finden und der Welt seine Unschuld zu beweisen, will er seinem Verdächtigen eine Falle stellen. Allerdings hatte Alec nie damit gerechnet, dass die Frau, die er als Köder nutzen will, auch in ihm bestimmte Gefühle weckt.

Ich muss sagen, dieser Roman war wirklich erfrischend. Natürlich gab es auch die üblichen Klischees, Jungfrau jenseits der Zwanzig, glaubt nicht daran je eine Chance bei einem Mann zu haben und verliebt sich dann trotzdem. Aber trotz allem, war Mary einfach toll. Sie weiß wie ihre Situation ist und versucht sich eigentlich nichts vorzumachen. Sie weiß, dass ihr nicht viele Chancen gegeben werden, weshalb sie ihre so gut ausnützt, wie eben möglich. Obwohl sie manchmal durchaus schüchtern erscheint, will sie sich nehmen, was sie will.

Auch Marys gleichnamige Tante hat es faustdick hinter den Ohren. Obwohl die Dame alt und gebrechlich erscheint, darf man sie keinesfalls unterschätzen.
Aber auch Oliver, der sonst immer als Sekretär arbeitet, darf man aus sich rausgehen und eine Rolle einnehmen, die ihm unglaublich viel Spaß zu machen scheint. Überhaupt zeigt er Sachen von sich, die sie nie jemand hätte denken können. Oliver ist einfach jemand, der man mögen muss, weil er ein wirklich toller Kerl ist.

Es war auch ein Punkt für die Autorin, dass die aufkommende Popularität des Autos aufgegriffen wurde und mit in die Geschichte einfloss. Überhaupt scheint sie den Geist der Zeit gut eingefangen zu haben. Der Wandel, kommt durch die Worte gut rüber.

Maggie Robinson vermag es wirklich gut eine Geschichte zu erzählen. Es gab viele Emotionen, so manches an Spannung und viel Schauspiel. Ihre Protagonisten waren liebenswert, ihr Antagonist zum Hassen und seine Taten äußerst verachtenswert. Obwohl die Story an sich wirklich toll war, fand ich es schade, dass dem ganzen kaum anzumerken war, dass es in Schottland stattfand. Dieses Feeling hatte sich bei mir nicht eingestellt.

Fazit
Ein Mann sucht nach der Wahrheit, eine Frau nach der Freiheit. Gemeinsam versuchen sie sich gegenseitig zu helfen und entwickeln dabei Gefühle, mit denen sie nicht gerechnet hatte. Maggie Robinson ist wahrhaft eine talentierte Geschichtenerzählerin, die mich neugierig auf ihre anderen Bücher gemacht hat.


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