20 Mai 2016

Big Girl - Danielle Steel




Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426511893
Preis: EUR 9,99
ASIN: B00PJBOP1U
Preis: EUR 3,99
Come in: Rezensionsexemplar
Inhalt
Victoria Regina Dawson hat es so gar nicht leicht, denn in ihrer eigenen Familie ist sie eine Ausgestoßene. Anders als ihre perfekten Eltern und ihre perfekte Schwester, ist sie zu blond, zu dick und zu intelligent. Sie wächst mit Komplexen auf, weshalb sie, als die Gelegenheit des Studiums kommt, ans andere Ende des Landes entflieht. Victoria träumt nämlich davon eine Lehrerin zu werden, was ihre Familie so gar nicht verstehen will. Fern ab ihrer Vergangenheit, baut sie sich ein neues Leben auf, doch die Unsicherheit all der Jahre lässt sie einfach nicht los. Nach einigen gescheiterten Beziehungen fragt sich Victoria langsam, ob ihre Eltern vielleicht recht hatten, als sie ihr vermittelten sie sei es nicht wert geliebt zu werden.
Meine Meinung
Wann immer ich an dieses Buch denke, wird es mir schwer ums Herz und ich werde traurig. Die Geschichte was einfach nur ergreifend und ich konnte mit Victoria mitfühlen, denn ihre Gefühle waren mir nicht unbekannt, auch wenn mein Leben doch etwas anders aussieht. Selbst eine Kollegin, die das Buch gelesen hatte, meinte ich würde sie an Victoria erinnern.

Die Geschichte handelt von Victoria Dawson. In den ersten Kapiteln wird ihre Kindheit bis zum Abschluss der High School behandelt. Hier gibt es eine schnelle Zusammenfassung, eher dann ihr Leben als Erwachsene weiter geht. Es ist hart zu lesen, wie ihre Eltern sie sofort ablehnen, weil sie eben nicht so ist, wie sie sie sich vorgestellt haben. Sie bezeichnen sie sogar als misslungenen Versuch, bis sie ein zweites Kind bekommen, welches sie als perfekt ansehen. Von klein auf wird sie hinten angestellt, alles an ihr wird kritisiert, denn scheinbar macht sie alles falsch. Doch obwohl sie unter ihren Eltern zu leiden hat und ihre Grace, ihre Schwester, nicht, entwickelt sie nie einen Hass auf sie. Victoria schlägt sich durch und folgt ihrem Traum, auch wenn die Kritik ihrer Eltern in absolut jeder Situation an ihr nagt.

Victoria zieht irgendwann nach New York wo sie schließlich als Lehrerin arbeitet und Freunde findet. Hier, am anderen Ende des Landes, kann sie frei atmen und endlich etwas mehr sie selbst sein. Doch leider können auch all die Kilometer den inneren Schmerz nicht vergessen lassen. Sie hat von klein auf gelernt, dass sie nicht gut aussieht, weshalb die Komplexe sie begleiten und immer in ihr vorherrschen. Man hat ihr nie gezeigt, wie sie sich akzeptieren kann, weshalb sie sich dazu nicht überwinden kann.

Victoria hatte mich von der ersten Seite an eingenommen. Sie hat es so schwer, denn ihre Eltern haben ihr nie wirklich Liebe entgegen gebracht. Sie behandelten sie als Schandfleck der Familie und gaben ihr nie den Respekt, den sie verdiente. Selbst ihre Erfolge wurden nie gewürdigt. Sie musste mit ansehen, wie ihre Schwester als großer Schatz betrachtet wird, während sie nicht mal eine Randerwähnung wert war.

Wie ihr seht, hat mich dieses Buch aufgeregt und gleichzeitig zu Tränen gerührt. Wenn ich es gekonnt hätte, wäre ich ins Buch gestiegen und hätte den Eltern eine verpasst und sie angeschrien. Wie können Eltern ihr eigenes Kind nur so mies behandeln? Sollen sie ihre Kinder nicht aufbauen statt sie nieder zu machen?

Aber nicht nur Victorias Eltern haben in mir rasende Wut hervorgebracht, auch ihre Schwester Grace machte mich irgendwann einfach nur wahnsinnig. Was ist mit dieser Familie los? Da waren Victorias Freunde und Mitbewohner eine wahre Wohltat. Sie waren zu ihr mehr eine Familie als die Dawsons je sein könnten.

Das Ende war schließlich etwas befreiendes. Ich habe mich natürlich geärgert, dass nicht alles so geworden ist, wie ich es mir gewünscht hatte, aber es ist in Ordnung. Es wurden Worte gesagt, die schön waren und das Gefühl entstehen ließen, dass man nicht perfekt sein muss. Man muss nicht allen gefallen, doch es ist wichtig sich selbst wert zu schätzen.
Fazit
Danielle Steel hat hier eine unglaublich emotionale Geschichte hervorgebracht. Victoria hat unter ihrer perfekten Familie zu leiden, weil sie nicht deren Erwartungen erfüllt, egal was sie im Leben vollbringt. Mit ihr zusammen durchlebt der Leser viel Stress, Schmerz und Unverständnis, eher schließlich doch noch ein Lichtstrahl der Hoffnung und Liebe alles verändert. Ich kann es allen empfehlen, die sich nicht scheuen Tränen zu vergießen und eine Achterbahn der Gefühle durchleben wollen.



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