30 Mai 2016

Marked - Eine teuflische Liebe - Sue Tingey



Reihe: Soulseer Chronicles 1
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453316942
Preis: EUR 12,99
ASIN: B00XSQHFHE
Preis: EUR 9,99
Come in: Rezensionsexemplar
Inhalt
Lucky de Salle ist ein anerkanntes Medium. Mit ihrer Gabe Geister zu sehen, hat sie schon so manchen Menschen geholfen. Doch diese Gabe macht sie auch einsam, denn ihre einzige Freundin ist Kayla, die ebenfalls bereits tot ist. Als die Männer Jamie Banks und Philip Conrad in ihr Leben treten, wird alles Bekannte über den Haufen geworfen. Plötzlich taucht ein Dämon auf und verlangt Kaylas Rückkehr in die Unterwelt, auch Lucky soll ihr dorthin folgen. Sie ahnt noch nicht, dass die Umwelt, aber auch ihre umgebenden Personen, für sie noch so manche Überraschungen parat haben.
Meine Meinung
Es ist ein wenig schwierig dieses Buch im ganzen zu betrachten. Für mich schien es eher so, als wäre es auch zwei Teilen zusammen gesetzt. Im ersten Teil wird die Sache mit dem Medium und den Geistern verfolgt. Lucky schlägt sich durch das Leben, schreibt Bücher und legt sich mit Geistern an. Hier begegnet sie auch den Männern Jamie und Philip. Beide haben einen gewissen Einfluss auf ihr weiter kommen. Im zweiten Teil findet das Geschehen in der Unterwelt statt. Zusammen mit Kayla und einem der Männer steigt sie herab und muss sich unbekannten Herausforderungen stellen, denn scheinbar gibt es ein Geheimnis um ihre Herkunft, welches sie hier auflösen kann.

Lucky selbst ist achtundzwanzig, ein Medium und scheinbar dank ihrer Fähigkeiten eine Jungfrau. Freunde hat sie keine, außer dem Geist Kayla, die sie schon ein Leben lang begleitet. Um ihr Wissen mit der Welt zu teilen, schriebt sie Bücher und bekommt dadurch etwas Aufmerksamkeit.

Ich bin unsicher wie ich ihren Charakter umschreiben könnte, denn hier treffen sich wieder Gegensätze. Zum einen ist sie diese unsichere junge Frau, die einsam ist und sich nach Nähe sehnt. Sie schlägt sich durch, versucht zu helfen und freundlich zu sein. Sie hat Angst, lässt sich davon aber nicht beherrschen. Zum anderen hat sie diese überaus hochnäsige Seite. Sie gibt sich, als könnte sie machen, was sie will. An manchen Stellen, will man ihr sagen, dass sie doch bitte mal nachdenken soll, bevor sie plappert. Dies kommt besonders in der Unterwelt zur Geltung, ausgerechnet dort, wo sie besonders viel Schutz braucht. Sie kennt die Regeln dieser Welt nicht und reist trotzdem ihre Klappe auf.

Im Übrigen finde ich es überaus schade, dass die Geschichte, die zum Beginn des Buches vorherrscht, die Sache mit den Geistern, einfach verloren geht. Durch den Klappentext hatte ich mich irgendwie auf eine Fortführung der Medium Sache eingestellt, doch dann ändert sich absolut alles. Erst zum Ende wird die Geistersache nochmal aufgegriffen. Man könnte meinen, dass die Autorin den roten Faden verloren hat und irgendwann meinte, da war ja noch was. Schade eigentlich.

Schade war übrigens auch, dass natürlich ein Liebesdreieck eingebaut werden musste. Dies entsteht zwar erst im zweiten Teil der Geschichte, aber trotzdem. Mal ehrlich, es wäre nicht nötig gewesen.

Viele Fragen innerhalb der Geschichte sind offen geblieben, was mich erst überrascht hatte, bis ich feststellte, dass es noch einen zweiten Band gibt. Dieser ist allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.

Sue Tingey hat hier sicherlich gute Ideen bewiesen, diese aber auch etwas chaotisch zusammen gesetzt. Mir schien es, als hätte sie zu viele Handlungsstränge zu vereinen versucht. Wegen all dem blieben mache Sachen fraglich und unverständlich. So wird hier ein System der Unterwelt aufgezeigt, aber nicht erklärt. Als Leser versteht man daher hier ziemlich vieles nicht. Mehr Informationen, vielleicht auch einige Erklärungen, wären hier hilfreicher gewesen.
Fazit
Interessanter Ansatz, der sich anschließend verliert und einer, beinahe völlig anderen, Geschichte Platz macht. Auch wenn es durchaus interessant und spannend sein konnte, hatte dieses Buch doch völlig andere Erwartungen geweckt, die es am Ende nicht ausfüllen konnte.


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