06 Juni 2016

Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt - Katie Grosser



Reihe: Rissa Filial 1
Taschenbuch: 264 Seiten
Verlag: Casimir Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3940877-22-2
Preis: EUR 12,95
Come in: Rezensionsexemplar
Inhalt 
Rissa Filial ist eine Waise. Alles, was ihr von ihrer Familie geblieben ist, ist ihre Tante Augusta, die aber auch nicht mehr die Jüngste ist. Für die Sommerferien kann Rissa ihr verhasstes Internat verlassen und endlich zu ihrer Tante in die Natur zurück kehren. Hier lernt sie den neuen Nachbarsjungen Leander Bergen kennen, der in einer ähnlichen Familiensituation aufgewachsen ist wie sie, nur das sein Vormund sein Onkel ist. Eines Nachts bekommt Rissa Besuch von der Fee Lilibeth, die sie bittet in die Fabelwelt zu kommen um diese von einer Gefahr zu befreien. Sie ahnt nicht, dass Leander einen ähnlichen Besuch erhielt und ihr Schicksal mehr miteinander verwoben ist.
Meine Meinung mit Spoilern
Rissa Filial ist eine Waise, wird von ihrer Tante aufgezogen, lebt die meiste Zeit aber im Internat ihrer Schule. Hier ist sie aber eher eine Außenseiterin, da sie zu viel Fantasie besitzt, weshalb sie mir Bäumen und anderen Pflanzen spricht. Sie ist ein neugieriges Mädchen, das gerne durch Wälder streift und liebend gern die ganze Zeit bei ihrer Tante bleiben würde. 

Leander Bergen ist ebenfalls ein Waisenkind, wird aber von seinem Onkel aufgezogen. Sie sind gerade neu in den Ort gezogen. Obwohl er Rissa seltsam findet, freundet er sich mit ihr an. Auch Leander ist neugierig, aber auch etwas tollpatschig, weshalb seine Kleidung andauernd verdreckt ist.

Ich habe dieses Buch von der Autorin erhalten, denn irgendwie klang es doch nach einer netten Idee. Liebe Katie, es tut mir Leid, aber deine Geschichte konnte mich nicht überzeugen. Vielleicht bin ich ja einfach zu alt dafür, aber ich habe einfach zu wenig für mich hierin entdecken können.

Die Story ist recht banal. Zwei Kinder mit ähnlichen Familienverhältnissen und im selben Alter, treffen auf zwei unterschiedliche Fabelwesen, die sie zu Rettern der Fabelwelt bestimmen. Natürlich sind die Völker untereinander zerstritten und wollen Krieg miteinander führen. Dabei sollen die Kinder anführen. Wieso?

Also erstmal zurück. Rissa und Leander kommen in die Fabelwelt, werden erstmal bedroht und schließlich getrennt. Man führt sie zu den einzelnen Völkern und stellt sie vor Fremde, die ihre Eltern sein sollen. Tja, doch diese sind dann aber nicht wirklich an den Kindern interessiert. Ihre erste Frage ist, ob die Kinder wissen, wie sie ihr Volk retten können. Da diese keine Ahnung haben, breitet sich Enttäuschung aus. Als sie dann auch noch von dem jeweils anderen Kind erfahren, stellen sie Armeen für den Krieg auf. Noch mehr Enttäuschung kommt auf, als die Kinder sich weigern miteinander zu kämpfen.

Als ich davon gelesen habe, habe ich mich wirklich gefragt, weshalb die Kinder überhaupt helfen sollten. Mal ehrlich, sie kennen weder das Land noch die Bewohner und nun haben sie scheinbar auch noch Eltern, die nur von ihnen enttäuscht sind, weil sie ihre Erwartungen nicht erfüllen können. Schließlich, so nach dem alles sicher ist, fragen sie die Kinder tatsächlich noch, ob sie bei ihnen leben wollen?! Year, best parents ever.

Die ach so große Bedrohung stellt sich als etwas heraus, was nur in der Menschenwelt gelöst werden kann. Wenn man so darüber nachdenkt, war der Ausflug in die Fabelwelt vollkommen unnötig. Zu allem Überfluss stellt sich am Ende auch noch heraus, dass Rissas Tante und Leanders Onkel sich aus der Vergangenheit kennen und verliebt waren.

Ich finde die Idee an sich gar nicht so übel, die Umsetzung eher weniger. Die Geschichte war etwas zu einfach konstruiert. Alles lief zu glatt, die Kinder hatten keine wirklichen Herausforderungen, weshalb schließlich die Spannung fehlte. Wenn man so darüber nachdenkt, haben Rissa und Leander kaum etwas geleistet, ihnen wurden die Antworten geliefert und jemand ist aufgetaucht um sie zu retten. Etwas Eigenleistung wäre besser gewesen.
Fazit
Leider war die Geschichte um Rissa und Leander eine Enttäuschung. Selbst für ein Kinderbuch verlief die Handlung viel zu einfach, keine wirklichen Herausforderungen wurden gestellt und der Teil mit der Fabelwelt erscheint am Ende sogar ein wenig als unnötig. Die Autorin schreibt an weiteren Abenteuern der Kinder doch ich werde zu keinem weiteren greifen.


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