Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst von Wendy Mass




Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: cbj (28. März 2011)
Sprache: Deutsch
*ISBN-13: 978-3570400791
Preis: EUR 7,99
*ASIN: B004OVEXZ4
Preis: EUR 6,99
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Inhalt
Jeremy Fink ist zwölf, verbringt viel Zeit mit seiner Freundin Lizzy, und lebt mit seiner Mutter, da sein Vater verstorben ist. Einige Zeit vor seinem dreizehnten Geburtstag bekommt er von einem Anwalt ein Kästchen zugeschickt. Es ist das letzte Geschenk von seinem Vater, doch leider verschlossen und die Schlüssel fehlen. Zusammen mit Lizzy macht er sich auf die Suche um den Inhalt endlich in die Hände zu bekommen. Dabei begegnet sie Mr. Oswald, der sie auf eine abenteuerliche Reise schickt, bei der sie den verschiedensten Menschen begegnen.
Meine Meinung 
"Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst", diesen Rat hat Jeremy von seinem Vater bekommen, denn diese wusste schon immer, dass er recht jung sterben würde. Er wollte seinem Sohn sagen, dass er das Leben genießen soll und nicht alles so ernst nehmen.

Jeremy Fink lebt bei seiner Mutter, isst so gut wie nur Erdnussbutter und liebt die Sicherheit seines Viertels. Er hält sich an die Regeln und versucht seiner Mutter keinen Ärger zu machen. Durch Lizzy beginnt er auch mal etwas zu riskieren und den Mut zu fassen eigene Wege zu gehen. Als er gezwungenermaßen Mr. Oswald kennen lernt, eröffnet sich ihm ein ganz neuer Blick auf die Welt. Jeremy lernt die verschiedensten Menschen kennen und bekommt kleine Einblick in deren Leben und dabei auch auf deren Entwicklung. Während er den Menschen begegnet, beginnt er auch über das eigene Leben nachzudenken und sich zu verändern.

Lizzy Muldoun ist Jeremys beste Freundin und auch ziemlich gegenteilig ihm gegenüber. Lizzy liebt die Herausforderung, schmiedet gerne verrückt Pläne und mag es Dinge unbemerkt, oder auch nicht, mitgehen zu lassen. Sie bringt Jeremy in so mach unangenehme Situation, aber auch dazu über sich selbst hinaus zu gehen und zu wachsen. Als ein etwas älteres Mädchen neu ins Haus einzieht, reagiert Lizzy leicht eifersüchtig, denn heimlich wünscht sie sich weiblicher zu sein. Erst nach und nach bekommt sie ein wahres Bild von sich und schafft es sich zu akzeptieren.

Das letzte Geschenk von Jeremys Vater, führt die zwei Freunde auf eine abenteuerliche Suche. Zwar suchen sie nur nach simplen Schlüsseln, doch sie finden sehr viel mehr. So machen sie, zwar nicht ganz freiwillig, die Bekanntschaft mit Mr. Oswald, eine seltsamen Antiquitätenhändler. Dieser schickt sie schließlich auf eine ganz andere Reise, die ihnen aber doch bei so manchen Dingen behilflich ist.

Jeremys und Lizzys Reise hat etwas magisches an sich. Sie begegnen den interessantesten Menschen, was sie selbst verändert. Ihre Geschichten wirken auf die Kinder, was denen so manches aufzeigt, woran sie nie gedacht hätten.

Wendy Mass hat hier ein schönes Buch geschaffen. Mit ihren Worten hat sie eine schöne, wenn auch etwas wehmütige, Geschichte zu Papier gebracht. Die Offenbarung dessen, was schlussendlich im Kästchen ist, war eine wahre Überraschung, mit der man so sicherlich nicht gerechnet hätte. Zum Ende hin, gibt es so einige Wendungen, die eine gewisse Spannung aufbauen, die Atmosphäre aufladen, und darauf vorbereiten, was schließlich kommt.

Die Autorin schreibt über den Verlust geliebter Menschen, den Versuch ohne sie weiter zu leben und die Akzeptanz ihres Todes. Gleichzeitig aber auch über das Erwachsen werden und die Schwierigkeiten der eigenen Entwicklung. Jeremy lernt seinen Vater neu kennen und fühlt sich ihm nun irgendwie näher. Er bekommt einen neuen Blick auf die  Person, die ihm überaus wichtig war und kann dadurch einen Schritt voran machen.

Fazit
Zwei Freunde, eine abenteuerliche Suche und ein Schritt darauf zu erwachsen zu werden. Jeremy und Lizzy erleben einen interessanten Sommer, lernen neue Menschen kennen und gehen einem Geheimnis nach. Ein wirklich lesenswerter Jugendroman.


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