11 Januar 2017

Stille Nacht - Verschiedenen Autoren




Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (1. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499216268
Preis: Nur noch gebraucht
Come in: Kauf
Eine Spur aus Rot von Tanja Heitmann

In der Abgeschiedenheit Finnlands begegnen sich ein Vampir und ein Mensch. Ihre Völker liegen im Krieg miteinander und die Menschen sind dabei zu verlieren. Die Begegnung zwischen Finjas und Michael wird daher von Angst überschattet. Doch dann zeigen sie einander, dass nicht alle Vorurteile für jeden gelten.

Eine nette kleine Geschichte, die zwar durchaus interessant ist, aber nicht wirklich viel Handlung bietet. Es kommt kaum Spannung auf, viel mehr plätschert es vor sich hin. Irgendwie bleibt es doch einsam und kalt wie die Abgeschiedenheit Finnlands.


Das Herz in der Dunkelheit von Gesa Schwartz

Weihnachten ist nicht gerade Sophies Zeit, denn ohne Familie fühlt sie sich noch einsamer als sonst. Eines Abends stolpert sie in einen Überfall und wird dabei verletzt. Askadon, der sich als Geist in den Schatten bezeichnet, rettet sie und kümmert sich um ihre Wunden. Allerdings ist er verflucht und verbirgt sich so gut es geht vor ihr, doch Sophie möchte sein Geheimnis aufdecken.

Gesa Schwartz überzeugt durch eine interessante Handlung, sympathische Charaktere und eine Verbindung zu ihren Grim Büchern. Ihre Kurzgeschichte hatte wahrlich Magie in sich, auch wenn nicht alle Funken übergesprungen sind.


Tom Jofnurs Lied von Nina Blazon

Auf Käpten Tariks Schiff heuern die Hoffnungslosen an um nach dem Einhornwal zu suchen, denn sie hoffen durch ihn ihr Leben zu verändern. Tom Jofnur ist Arzt, der allerdings all seine Lieben verloren hat und durch den Wal hofft wieder heilen zu können. Doch anders als die anderen Männer, ist er nach wie vor freundlich, hilfsbereit und mitfühlend. Er leidet, doch er will niemand anderen leiden lassen. Dann treffen die Männer auch das seltsame Mädchen Sedna, das Tom verzaubert. Sie hütet aber ein Geheimnis, das niemand auch nur erahnen könnte.

Nina Blazons Kurzgeschichte war einfach nur traurig schön. In den Worten verborgen, lag eine Wehmut, die das Herz ergriff. Sie zeigte Bilder, die den Leser berührten und ihn Toms Schmerz fühlen ließen. Echt toll geschrieben, da will man glatt mehr von der Autorin lesen.


Geisterwolf von Anika Beer

Julie ist allein an Weihnachten. Bei einem Spaziergang begegnet sie dem seltsamen Adrian. Dieser bittet sie prompt mit ihm den Abend zu verbringen. Um nicht allein zu sein, lässt sich Julie darauf ein und erfährt eine wahre Überraschung. Allerdings hütet Adrian ein Geheimnis, das mit einer traurigen Geschichte verbunden ist. Doch es wäre nicht Weihnachten, wenn nicht ein Wunder geschehen würde.

Anika Beer hat hier eine wunderschöne und berührende Geschichte geschrieben, bei der man sich wünscht, sie wäre länger. Sie knüpft eine zarte Bande zwischen den Protagonisten und weckt im Leser den Wunsch, selbst mal ein solches Wunder erleben zu wollen. Diese Geschichte hat wahrlich die Magie von Weihnachten, der Zeit, in der alles möglich ist, in sich.


Winterkinder von M.F. Hammesfahr

Jenny und ihre Freundinnen wollen Weihnachten in der Waldhütte ihrer Großeltern verbringen. Beim Albern im Schnee sehen sie einen jungen Mann, der in der Luft mit einem Dolch fuchtelt. Natürlich sind sie leicht verschreckt davon. Am nächsten Tag suchen sie nach ihm und finden ihn gefesselt vor. Jenny will ihm helfen und dabei offenbart er ihr eine fremde Welt. Ferris führt einen Kampf, den sie kaum versteht, aber Teil davon wird.

Ich muss sagen, die Geschichte war irgendwie seltsam. Ich weiß nicht recht, wie ich es anders bezeichnen könnte. Für mich haben hier einige Erklärungen gefehlt, die der Handlung mehr Struktur gegeben hätten. Leider waren auch die Charaktere nicht sonderlich sympathisch und blieben größtenteils blass. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn die Geschichte mehr hätte sein können.


Raunächte von Nora Melling

Elodie wird beim Einkaufen beinahe in einen Unfall verwickelt. Dabei begegnet sie dem seltsamen Mick. Dieser bringt sie nicht nur dazu ihn mitzunehmen, er erschleicht sich sogar einen Platz in ihrem Bett. Als er endlich verschwindet, ist Elodie überaus erleichtert, denn eigentlich will sie in aller Ruhe ihre Eltern besuchen. Natürlich lässt Mick sich aber nicht so leicht verdrängen, denn eigentlich will er Elodie den Blick auf eine andere Welt gewähren.

Ok, dieser Geschichte war Enttäuschung pur. Es war absolut nicht meins. Ich konnte die Protagonistin null leiden. Elodie, so schön der Name auch ist, war einfach nur hochnäsig und kalt. Sie hatte bis zum Ende diese "Ich-bin-besser-als-ihr"-Haltung. Mick war eine Katastrophe. Er war selbstsüchtig hoch zehn, egoistisch und eigentlich ein Arsch. Wie kann man ausgerechnet ihm zum Protagonisten machen? Am Schlimmsten war aber das Ende. Es ging viel zu schnell und war einfach unrealistisch. Die Handlung war einfach eine Katastrophe, das einzig Positive was sicherlich der Schreibstil.


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